Winzer organisieren Reblandumlegung selbst

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

7,3 Hektar in Oberkirch und Lautenbach betroffen

 

In Eigenregie wollen Winzer mit Grundstücken auf Gemarkung Oberkirch und Lautenbach Vorder-Winterbach eine private Reblandumlegung durchführen. Der Gemeinderat hat den Plänen am Montag zugestimmt
Das eigentlich zuständige Amt für Vermessung und Geoinformation beim Landratsamt Ortenaukreis könne die Aufgabe derzeit nicht wahrnehmen. Personal und Mittel fehlen, informierte Bürgermeister Karl Bühler. Deshalb die Privatinitiative der Landwirte. Im Herbst werde man mit den Arbeiten beginnen, teilte das Ortsoberhaupt mit. Sicher werde die Privatinitiative kostengünstiger erledigt werden können, als wenn alle Arbeiten von der öffentlichen Hand erledigt werden würden. Auch der Eintrag in das Grundbuch sei nach einem freiwilligen Landtausch günstiger.
26 Grundstücke mit rund 7,3 Hektar Fläche seien betroffen, sie werden in zwei Abschnitten, aber drei Arbeitsschritten umgelegt. Einbezogen wurde der Naturschutz, der sich insbesondere um Felsformationen und um Trockenmauern kümmert. Zugestimmt habe auch das Wasserwirtschaftsamt, wie dieses sahen auch die Umweltschutzbehörden keine Probleme.
Der Ausbau der Wege mache keine Probleme, stellte Bühler auf Nachfrage von Rudolf Kimmig (CDU) klar. Sie werden von der Teilnehmergemeinschaft gebaut. Das dürfte die Kosten im Rahmen halten.
Die kompliziert anzulegenden Zufahrten zu den Grundstücken gehen in private Zuständigkeit über. Bühler versicherte weiter, dass die Eigentümer größten Wert darauf legten, dass es auch bei Unwetter keine großen Abgänge geben wird.
Wegestreit vermeiden
Das Erdreich wird während der Bauphase mit Leinwand abgedeckt, um unkontrollierte Erdabgänge weitestgehend zu verhindern

Auf Nachfrage von Siegfried Baumann (Bürgerliste) erläuterte der Bürgermeister, dass die Wege in Privatbesitz bleiben, von vorne herein aber Dienstbarkeiten vereinbart werden. So könne es nicht passieren, dass es bei Zufahrten über die Privatgrundstücke zu Streitigkeiten kommt. Rund 800 Meter Wege müssen auf Lautenbacher Gemarkung gebaut werden, schätzten Gemeinderat Martin Ziegler (CDU), der wegen Befangenheit im Zuhörerraum Platz nahm.

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Veröffentlicht in Lautenbach

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