Lautenbach profitiert von einer guten Konjunktu
Nachtrag 2010 verabschiedet / 2011 wird ausgeglichener Haushalt angestrebt
Ganz so schlimm wie ursprünglich geargwöhnt, wirkte sich der scharfe Konjunktureinbruch 2008/2009 nicht auf den Gemeindehaushalt von Lautenbach aus. Für den Haushaltsplan 2010 musste wegen höherer Einnahmen, aber auch Ausgaben ein Nachtragsplan aufgestellt werden.
Von einer ursprünglich geplanten »umgekehrten« Zuführungsrate vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt in Höhe von 83 800 Euro kann aufgrund einer verbesserten Einnahmesituation und neuer Prioritäten bei den Ausgaben in Lautenbach abgesehen werden Stattdessen gibt es am Jahresende eine Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt von 40 000 Euro. So steht es im Nachtragshaushalt.
Dass der Nachtragshaushaltsplan jetzt erst vorgelegt wurde, begründete Bürgermeister Karl Bühler damit, dass man erst die November- Steuerschätzung abwarten, ehe man sich für den Rest des Jahres festlegen wollte. Diese hat die bereits im Mai angedeutete konjunkturelle Erholung bestätigt. Steigende Steuereinnahmen sowohl bei der Gewerbe- als auch bei der Einkommensteuer werden für 2010 erwartet.
Plus bei Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer kann nach einem Rechnungsergebnis von unter 100 000 Euro im Jahr 2009 nach geschätzten 150 000 für 2010 jetzt auf 200 000 Euro festgesetzt werden. Trotzdem dürften dazu noch einmal zehn Prozent mehr eingehen, freute sich der Bürgermeister, allerneueste Zahlen bekanntgeben zu können. Lautenbach rechnet mit zusätzlichen 50 800 Euro Mehreinnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und 43 700 Euro beim Finanzausgleich.
Am Jahresende werden 168 000 Euro in der Rücklage liegen. Die Chancen stehen gut, für 2011 einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, sagte Bühler. Allerdings stehen in der mittelfristigen Finanzplanung viele notwendige Investitions- und Sanierungsmaßnahmen an, so dass eine nachhaltige Konsolidierung der Haushaltslage weiterhin oberstes Ziel der Verwaltung sein müsse, unterstrich das Gemeindeoberhaupt. Beim Vermögenshaushalt gibt es gegenüber dem bisherigen Ansatz Mehrkosten wegen der Ersatzbeschaffung eines Kopierers und für zwei defekte PCs, beim Ausbau des Behinderten-WCs und der Erneuerung der Heizungssteuerung in der Neuensteinhalle von 25 000 Euro. Die Straßenbeleuchtung am Renchdamm muss erneuert werden. Verringert hingegen wurde die Rücklagenentnahme um 94 000 Euro. Für Hans-Friedrich Huber (CDU) waren die Zahlen Anlass zur Hoffnung, 2011 in der Gemeinde etwas bewegen zu können. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Verwaltungshaushalt mit der Summe von 2 879 000 Euro und den Vermögenshaushalt mit 374 000 Euro.
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