Nicht mehr allzu viel Spielraum für Neues

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Die Einrichtung von Hackschnitzel- und Salzlager soll 40 000 Euro kosten

Bei den Arbeitsvergaben für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Bauhof und DRK geht es mit Riesenschritten voran. Jetzt fehlen nur noch Hackschnitzel- und Salzlager. Darum drehte es sich beim Treffen der Laufer Gemeinderäte am Dienstag.

 

Momentan geht der Rohbau des Bauhofes in die letzten Phase. In der Sitzung am Dienstag beschäftigte sich der Gemeinderat mit den noch fehlenden Lagern für Holzhackschnitzel und das Winterstreugut
Die Räte waren sich bewusst, dass die schwierige Haushaltslage, die 2011 auf die Gemeinde zukommt, nicht mehr viel Spielraum für Neues zulässt.
Nicht in Kosten integriert
Fakt war, dass das Hackschnitzel- und Salzlager in der Kostenschätzung für den Neubau des Feuerwehrhauses mit Bauhof und DRK nicht integriert war. Zwar hatte man sich 2008 Gedanken über die Beheizung durch regenerative Energienutzung der beiden Laufer Großprojekte Alte Schule und Neues Feuerwehrhaus gemacht, aber damals noch nichts Konkretes festgelegt. Immerhin soll die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante 40 000 Euro kosten.
Bauamtsleiter Wolfgang Flink erläuterte den Gemeinderäten die Einzelheiten zur Lagerung. Zum einem gebe es die Möglichkeit, einen Silo für die Salzlagerung zum Preis von rund 35 000 anzuschaffen. Doch nach Abwägung der rund sechs Prozent teureren Transportkosten für die Silofüllung von rund 50 Kubikmetern im Vergleich zum herkömmlichen Transport und aufgrund der Tatsache, dass der Silo eine günstigere Mischung mit Splitt unmöglich macht, empfahl Flink, das kostengünstigere Lager zu wählen.
Nach der Bedarfsermittlung für Alte Schule und Feuerwehrhaus soll die Gemeinde für die Beheizung von Feuerwehrhaus mit DRK und Bauhof mit 70 Kubikmeter Hackschnitzel pro Jahr auskommen. Für das Rathaus in der sanierten Alten Schule sollen 120 Kubikmeter pro Jahr verheizt werden. Somit wäre eine Lagerkapazität von 190 Kubikmetern notwendig, rechnete Ralph Essig-Christeleit vor

Mit einer einkalkulierten Reservemenge von 60 Kubikmetern errechnete er einen Gesamtbedarf von 250 Kubikmeter. Und so groß soll auch das Zentrallager für Holzhackschnitzel beim Bauhof werden, wobei die Räte mit einem größeren Lager liebäugelten und Bürgermeister Oliver Rastetter den Auftrag gaben, entsprechende Angebote einzuholen.
Zusätzlich zu dem zu bauenden Lager ist im Rathaus Alte Schule ein Hackschnitzellager von 30 Kubikmetern vorgesehen, was bedeutet, dass das Lager viermal jährlich gefüllt werden muss. Das Lager im Feuerwehrhaus wird 35 Kubikmeter betragen.
Keine Engpässe
»Die Aufgabe des Transports vom Zentrallager zum Lager bei den jeweiligen Hackschnitzelheizungen wird der Bauhof übernehmen«, erläuterte Flink. »Die Hackschnitzel selbst kommen aus dem Laufer Gemeindewald«, sagte Bürgermeister Oliver Rastetter. Engpässe, wie von den Gemeinderäten angesprochen, befürchtete er nicht.
Wegen des Abrisses beziehungsweise der Vermarktung des Alten Bauhofs fällt der dortige Salzlagerplatz weg. »Wenn die derzeit agierenden Firmen den Bau des Lagers ausführen sollen, muss der Auftrag so schnell wie möglich vergeben werden«, forderte Rastetter. »Wenn jedoch eine andere Firma eingeschaltet wird, haben wir Zeit bis Februar«, führte er weiter aus.
Die Räte entschieden sich für Eile mit Weile und stimmten der Einstellung der Mittel in den Haushalt 2011 über 40 000 Euro einstimmig zu.

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Der Bauhof ist fast fertig. Vorne rechts steht die Mauer, die für das Hackschnitzel- und Salzlager mitgenutzt werden soll. Das Lager soll mit Profilstahlstützen errichtet und mit einem Dach in Holzkonstruktionsweise versehen werden.

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