Strom von Bühl, damit in Lauf nicht die Lichter ausgehen
Vertrag mit Süwag läuft aus / Preisabfrage ist Novum in der Verwaltung
Der Strom für Laufs Straßenlaternen kommt ab 2011 aus Bühl. Die Gemeinderäte Lauf entschieden sich am Dienstag einstimmig, einen entsprechenden Energieliefervertrag mit den Stadtwerken Bühl für 2011 und 2012 abzuschließen
Wie Bürgermeister Oliver Rastetter die Räte informierte, hatte der bisherige Energielieferant, die Süwag, den Energielieferungsvertrag für die Straßenbeleuchtung zum Jahresende gekündigt. »Grund war eine nicht mehr rechtszulässige Vertragsformulierung«, wie Kämmerer Ralph Essig-Christeleit meinte.
Die Verwaltung fragte für die Energielieferung verschiedene Preis ab, um das günstigste Angebot zu ermitteln. »Das taten wir zum ersten Mal in der Geschichte«, sagte Rastetter.
Abgefragt wurde der Preis für einen Jahresverbrauch von 190 000 Kilowattstunden, für den die Gemeinde bisher 26 000 Euro zahlte. Durch neue gesetzliche Regelungen im Rahmen der EEG-Umlage wären für 2011 rund 4500 Euro Mehrkosten dazugekommen.
Kosten von 26 000 Euro
Als günstigster Stromanbieter entpuppten sich die Stadtwerke Bühl, die für 2011 den Strom für 28 314 Euro und 2012 für 28 656 Euro an Lauf liefern würden.
»Die Netzbetreuung und Reparatur bleibt für diese zwei Jahre bei der Süwag, wobei Reparaturen extra abgerechnet werden. Danach müssen wir neue Entscheidungen treffen«, ergänzte Rastetter,
Ralph Essig-Christeleit schlüsselte anschließend auf, wie sich der Strompreis von 14,9 Cent pro Kilowattstunde für 2011 und von 15 Cent pro Kilowattstunde für 2012 zusammensetzt: Ein Drittel kostet der reine Arbeitspreis für die Energieproduktion
Ein weiteres Drittel kostet das Netzwerk-
entgelt für die Lieferung, und ein Drittel setzt sich aus den gesetzlichen Abgaben wie Umlagen für EEG (Förderung Erneuerbarer Energien, KWKG (Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung), Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer zusammen.
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