Neues Haus der Menschlichkeit
Richtfest für Feuerwehrgerätehaus in Lauf, in dem auch Bauhof und DRK untergebracht werden
Rund 150 Gäste waren dabei, als am Donnerstag der Richtbaum für das Laufer Feuerwehrhaus mit DRK und Bauhof aufgestellt wurde. In den Ansprachen wurde deutlich, dass die optimale Unterbringung dieser Organisationen dem Schutz der Bevölkerung dient.
Die Zimmerleute der Firma Franz Schaufler hatten den Richtbaum auf das Dach geschafft. »Gemeinschaftsgeist strahlt von hier aus«, sagte Zimmermann Hansjörg Bohnert im Richtspruch, Feuerwehr, DRK und Bauhof werden schließlich zusammen untergebracht Er trank auf das Bauvorhaben und ließ das Glas am Boden zerschellen.
Dann ging es hinein ins Warme. In der künftigen Gerätehalle sagte Bürgermeister Oliver Rastetter, dass eine Kommune auf die ausgeprägte Einsatzbereitschaft von DRK und Feuerwehr angewiesen ist. Deshalb müsse sie dafür sorgen, dass die Gruppen gut ausgerüstet sind. Der Bau sei kein Eigennutz, sondern diene der bestmöglichen Sicherheit der Bevölkerung.
Mutige Entscheidung
Das alte Feuerwehrgebäude und auch die Unterbringung des Bauhofs waren nicht mehr zeitgemäß. Angesichts der hohen Kosten sei es laut Rastetter eine mutige Entscheidung des Gemeinderats gewesen, das Projekt anzugehen. »Der Weg war steinig, aber die Mühe hat sich gelohnt.« Das Zusammenwirken in einem Gebäude sei ein großer Vorteil. Rastetter ist optimistisch, dass das Projekt im Frühjahr fertig wird.
»Nach 87 Jahren entsteht nun unser drittes Feuerwehrhaus«, rief Kommandant Helmut Steimel in Erinnerung. Anfang der 20er Jahre wurde die erste Unterkunft gebaut, 1964 dann das bisherige Gebäude. Dass es mit dem Neubau so schnell ging, sei vor allem Bürgermeister Rastetter zu verdanken. Wenige Wochen nach dessen Amtsantritt im Oktober 2006 war man schon gemeinsam zu ersten Gesprächen beim Regierungspräsidium Freiburg, sagte Steimel.
Flexibel reagieren
»Im Einsatzfall können wir künftig flexibel reagieren, alle drei Organisationen können schnell da sein, wo sie gebraucht werden«, sagte der Feuerwehrchef. Für den Vorsitzenden des DRK dankte sein Stellvertreter Heinz Mitschke für die Umsetzung: »Es gibt ein Gebäude für Menschen, die ehrenamtlich und uneigennützig bereit sind, anderen zu helfen.« Als »Haus der Menschlichkeit« werde es der ganzen Bevölkerung nützen. Hier Geräte zu lagern, die Aus- und Weiterbildung zu gestalten und intensiv zu proben, bedeute für die Hilfsorganisationen einen Schub.
Beim Richtspruch für das Laufer Feuerwehrhaus: Zimmermann Hansjörg Bohnert (Mitte) mit seinen Kollegen Thomas Cesari und Erich Müller.
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