Lauf muss weiterhin eifrig sparen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Zwischenbericht zur Haushaltslage zeigt nur wenige Lichtblicke, aber deutlich geringere Zuweisungen

Der Zwischenbericht zur Haushaltslage in Lauf zeigt für die zweite Jahreshälfte zwar eine positive Entwicklung auf. »Dennoch wird das Jahr 2011 das schwerste sein«, sagte Siegfried Postler (LM), denn die Kredite würden eine hohe Tilgungsrate abfordern.

 

Laut Zwischenbericht liegen in Lauf die Einnahmen aus der Einkommensteuer wegen der Wirtschaftskrise 619 094 Euro unter Plan. Der Aufschwung im zweiten Halbjahr soll aber Ausgleich schaffen, hieß es am Dienstag im Gemeinderat Kämmerer Ralph Essig-Christeleit rechnet bei den Zuweisungen mit einem Plus von 40 000 Euro.
Konträr entwickelte sich die Gewerbesteuer, die bereits im ersten Halbjahr mit Mehreinnahmen von 37 000 Euro glänzt und zum Jahresende das Soll um 26 000 Euro überschreiten soll, der Familienleistungsausgleich soll am Jahresende um 32 900 Euro über dem Plan liegen. Auch bei der Stromerzeugung des Wasserkraftwerkes sind positive Einnahmen zu erwarten. »Die Grundstücksverkäufe laufen sehr gut«, freute sich Bürgermeister Oliver Rastetter. Der Erlös soll zum Jahresende bei 100 000 Euro über dem Soll liegen.
Starke Mindereinnahmen
Allerdings satte 259 000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen muss die Gemeinde 2010 verkraften. Der Kämmerer hatte 1,12 Millionen Euro erwartet. Unterm Strich bleiben für den Gesamthaushalt Mindereinnahmen von 1,538 Millionen Euro.
Aus dem Landessanierungsprogramm flossen immerhin 665 000 Euro Fördermittel für die Alte Schule und 556 000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus. Beide Projekte sollen im Frühjahr bezugsfertig sein.
Doch alles hat seinen Preis. Und so setzte sich der Sparkurs der Gemeinde schon im ersten Halbjahr dramatisch durch: Kräftig gespart wurde bei der Vergütung von ehrenamtlichen Tätigkeiten, die 1200 Euro unter dem Plan bleiben sollen. Beim Personal werden 48 900 Euro eingespart. Die Verwaltungskosten hingegen stiegen um 52 000 Euro, vor allem wegen der Sanierung von Straßenschäden des langen Winters

Um 4700 Euro liegen Zuschüsse an soziale Einrichtungen über dem Plan.
Das alles bedeutet für den Haushaltausgleich 2011 eine erhöhte Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. An Krediten werden für 2009 500 000 Euro aufgenommen und für das laufende Jahr 750 000 Euro.
Wegen der 2011 drohenden angespannten Haushaltslage entschlossen sich die Gemeinderäte am Dienstag, der Erweiterung des Auftrags für die Sanierung der Aula zuzustimmen, damit die Maßnahme noch 2010 abgeschlossen werden kann und 2011 nicht mehr zu Buche schlägt.
Auf eine weitere Ausschreibung des erweiterten Teils verzichtete man, da sich voraussichtlich durch die Mengenmehrung der Preis günstiger entwickelt als bei einer weiteren Ausschreibung.
Energetisch sanieren
Für 125 843 Euro wurden bereits die Fassade saniert und Rauchschutztüren in den Fluren eingebaut. Die ausführende Firma hatte nun beim Vor-Ort-Termin ein Nachtragsangebot für die energetische Sanierung des Eingangsbereichs zur Aula von 41 364 Euro vorgelegt, inklusive Wände und Türen im Eingangsbereich. Die Verwaltung sah die weitere energetische Sanierung in einem Aufwasch als sinnvoll an.
Laut Rastetter lägen dann die Gesamtkosten bei 167 206 Euro, ein Zuschuss über 87 757 Euro fließt aus dem Konjunkturpaket II. Die Gemeinde muss 79 450 Euro übernehmen. Der Gemeinderat stimmte der Auftragserweiterung einstimmig zu.

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