Vorgesehen, aber schmerzhaft
Oppenauer Rat genehmigt Kreditaufnahme von 1,5 Millionen Euro / Ziel: Laufende Kosten decken
Eine Kreditaufnahme von 1,5 Millionen Euro genehmigte der Oppenauer Gemeinderat. Damit werden freilich keine Investitionen, sondern nur laufende Kosten bezahlt.
Es war eine Zustimmung mit Zähneknirschen, auch wenn sie einstimmig ausfiel: Oppenau wird ein Darlehen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro aufnehmen. »Natürlich müssen wir den Kredit genehmigen – keine Frage«, gab CDU-Sprecher Günter Huber zu, wenn auch mit deutlichen Tönen der Mahnung »Wir dürfen nicht vergessen, dass mit diesem Geld keine Werte geschaffen werden!«
Bürgermeister Thomas Grieser mochte all dem nicht widersprechen. Denn das Geld, eine für Oppenau enorm hohe Summe, dient einzig und allein dem Zweck, den laufenden Betrieb zu garantieren. Fällige Kassenkredite, Lohnsteuerzahlungen, Sozialversicherungsbeiträge, Kreisumlage – was Grieser auflistete, geriet fast schon zur Litanei.
Nur wenig Einnahmen
Und die Zukunft in Sachen Einnahmen für den Verwaltungshaushalt? »Anfang Januar kommen 212 000 Euro Anteil an der Einkommenssteuer. Das war’s«, so der Bürgermeister. Angesichts der Lage habe man gar überlegt, zwei Millionen Euro zu beantragen.
Es war auch kein wirklicher Trost, dass sich die Kreditaufnahme durchaus im Rahmen dessen bewegt, was man im Haushalt prognostiziert hatte, der ja vom Gemeinderat genehmigt worden war. Grieser: »Ich hatte von Anfang an gesagt, dass wir einen Schluck aus der Pulle nehmen müssen.«
UWO-Sprecher Hermann Treier wies darauf hin, dass die nächste Geldaufnahme schon recht bald ins Haus stehe – bei den Straßenbaumaßnahmen. »Da schaffen wir aber auch Werte.« Das komme freilich zu einer Zeit, »wo wir nicht einfach alles aus dem Ärmel schütteln können«.
Offen blieben einige Nachfragen aus dem Gemeinderat, mehrere Belange der Gemeindekasse betreffend. Da die Kämmerei der Stadt sich derzeit komplett in den Krankenstand verabschiedet hat, sagte Bürgermeister Grieser zu, die Antworten nachzuliefern. Darunter fiel auch Jörg Peters Frage, ob die geplante Rücklagenentnahme in Höhe von 1,8 Millionen Euro schon vollzogen sei.
Quartalsweiser Bericht
Sowohl Jörg Peter als auch Gunther Hoferer regten frühere Informationen über den Stand des Haushaltsvollzugs und anstehende Engpässe an. Peter: »Ein quartalsweiser Bericht wäre sicher nützlich.« Hoferer assistierte: »Es wäre gut, am Jahresende nicht so überrascht zu werden.«
Letztlich ging die Kreditaufnahme einstimmig durch. Die Verwaltung wurde ermächtigt, tagesaktuell zu den jeweils günstigsten Konditionen abzuschließen.
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