Ignaz Oppenauer bewies Mut und Größe

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Edelmann führte Schlacht von Kapolna zum glücklichen Ende / Beerdigung mit militärischen Ehren

Auch wenn sich Ignaz Oppenauer die Ehren von Oppenau nicht verdient hatte, so war er doch nicht verdienstlos. In seiner beruflichen Laufbahn zeigte er sich im militärischen Dienst mutig und einsatzfreudig.

 

Ignaz von Oppenau wurde am 8. November 1806 in Krumau/Böhmen als Sohn des Kapitänleutnants Georg Oppenauer geboren und entstammte einer alten österreichischen Offiziersfamilie. Mit 18 Jahren begann auch für ihn der Militärdienst mit einer erfolgreichen Offizierslaufbahn 1848 heiratete er die polnische Gutsbesitzertochter Ludowica von Brodzka, die aber schon im Jahr darauf infolge einer Lungenentzündung starb.
Der damalige Hauptmann zeichnete sich im Kampf gegen die aufständischen Ungarn besonders am 26. Februar 1849 in der Schlacht von Kapolna aus. Nachdem die sechste Division durch die schwere Verwundung des Kommandeurs sowie durch das heftige Kartätschen- und Granatenfeuer in Unordnung geraten war und die Mannschaft bereits zu weichen begann, war es Hauptmann Oppenauer, der die Division sammelte und selbst an der Spitze der Sturmkolonne zum erneuten Angriff gegen fünffache Übermacht führte.
Obwohl ihm eine Musketenkugel den linken Vorderarm zerschmetterte, gelang es ihm doch, den Feind zum Weichen zu bringen und zu verfolgen. Noch auf dem Schlachtfeld wurde er vom Armee-Oberkommandanten, Feldmarschall Fürst zu Windisch-Grätz und vor allem durch den hohen Regimentschef Erzherzog Stephan belobt, wie es in der Regimentsgeschichte festgehalten ist.
Beförderung
Wieder genesen, wurde der zum Major Beförderte mit seinem Regiment nach Venedig versetzt und 1852 zum Stadt- und Hafenkommandanten von Livorno ernannt. Hier heiratete er in zweiter Ehe am 1. Februar 1853 die Gräfin Emilie Ginori, Hofdame der Großherzogin Maria Antonietta von Toskana. Wenige Wochen später wurde er geadelt. Als Oberstleutnant zog Ignaz Edler von Oppenau sechs Jahre später zum letzten Mal

ins Feld und zwar im Rahmen des Sardinienkrieges. In die Geschichte eingegangen ist vor allem die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859. Sie war eine der blutigsten Schlachten des 19. Jahrhunderts und führte zur Gründung des Roten Kreuzes durch Henri Dunant. Von Oppenau wurde erneut schwer verletzt, so dass er am 15. Oktober 1859 als Oberst der k.k.-Armee seinen Abschied vom Militärdienst nehmen musste.
Darüber hatte Anton André in der Zeitung gelesen, und damit begann die Geschichte, wie der Edle von Oppenau von Wien nach Oppenau kam, um Ehrenbürger zu werden.
Am 18. Januar 1878 starb der Oberst plötzlich an einer Herzlähmung. Er wurde auf dem Oppenauer Friedhof mit militärischen Ehren beigesetzt, die Veteranen des Kirchspiels trugen den Sarg. Schon sechs Jahre später folgte ihm seine Gattin Emilie im Tode nach. 1889 übernahm Sohn Georg (1858 bis 1939) das Anwesen, sein Bruder Franz (1854 bis 1908) die Schlossgärten, die er aber veräußerte, als er seinen Wohnsitz ins Elsass verlegte.
Major Georg von Oppenau wählte wie sein Vater ebenfalls die Offizierslaufbahn. Im Ersten Weltkrieg führte er als Kommandeur seit 1915 das Infanterie-Sturmbataillon Heidelberg. Schon 1903 hatte er die Sanitätskolonne Oppenau gegründet. 1929 verkaufte er sein Haus an die Deutsche Post und zog mit seiner Frau Elisabeth, geborene Erckenbrecht, nach Oberkirch.
Er wurde nach seinem Tod in Oppenau wie sein Vater mit militärischen Ehren beerdigt.
Zukunft der Tochter
Ehrenbürger Ignaz von Oppenau hatte noch eine Tochter namens Marie Adele, über die aber keine Lebensdaten vorliegen. Neben Dokumenten im Stadtarchiv und den Urkunden im Museum erinnert in diesem auch die Grabplatte an die Familie von Oppenau.

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Der Adelsbrief vom 30. April 1853, unterschrieben von seiner Kaiserlich Königlich Apos­tolischen Majestät Kaiser Franz Josef, ist im Oppenauer Heimatmuseum ausgestellt.

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Veröffentlicht in Oppenau

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