»Wir investieren in Kinder und Familien«
Thomas Grieser will mit Vergünstigungen um Neubürger werben / Oppenaus Pläne für 2011 skizziert.
Kinder, junge Erwachsene, Familien mit allem was dazu gehört, will Bürgermeister Thomas Grieser verstärkt in den kommunalpolitischen Fokus rücken. Dieses Ziel hat er beim Neujahrsempfang am Freitag genannt.
Im Bildungsbereich habe die Stadt in den vergangenen Jahren einiges getan, erinnerte Grieser Es gebe genügend Kindergartenplätze, der Schulstandort mit Werkrealschule sei gesichert, der Jugendtreff mit Betreuerin werde gut angenommen und ausgebaut. Und der Schwerpunkt der Vereinsförderung liege in der Jugendarbeit.
Dennoch dürfe man bei den Bemühungen um weitere Verbesserungen in diesem Bereich nicht nachlassen. Denn angesichts der zurückgehenden Bevölkerungszahlen werde der Wettstreit der Städte und Gemeinden um Einwohner auf diesen Gebieten mitentschieden. Daher stellte Grieser bei der Nennung der Zukunftsprojekte der Stadt diesen Bereich auch ganz oben an. »Wir investieren in Kinder und Familien«, betonte er und nannte zunächst Kindergartensanierung, verbilligte Bauplätze beziehungsweise Zuschuss für Familien mit Kindern. Um wieder neue Bürger für Oppenau zu gewinnen, kann sich Grieser sogar Abschläge bei den Kindergartengebühren bis hin zur Beitragsbefreiung für solche Familien vorstellen – wenn der Gemeinderat mitmache.
Man werde auch weiter in die Schule investieren, um deren guten Ruf zu festigen und weiter auszubauen, und in Maßnahmen der Offenhaltung der Landschaft und der Flurbereinigungsverfahren.
Kirchensanierung
Bei der anstehenden Sanierung der katholischen Pfarrkirche sei die Stadt bereit, ihren Beitrag zu leisten. Doch seien im Detail noch ein paar Punkte abzuklären. In Sachen Stadtsanierungsprogramm wolle man weiter die Chancen nutzen, die es biete. Dabei sei wichtig, dass kein Stillstand und keine Verzögerungen im privaten Bereich eintrete.
Grieser gab seiner Zufriedenheit darüber Ausdruck, dass der Bewilligungsbescheid für den seit einigen Jahren anstehenden Rückbau und die Umgestaltung von Post- und Straßburger Straße (die früher Teil der B 28 waren) eingetroffen ist. Diese Maßnahme soll in diesem Jahr angefangen werden.
Auch die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs für die Ortschaft Ramsbach, die noch aus dem Vorjahr anstand, wurde angekündigt.
Den Bürgerempfang nahm Thomas Grieser aber auch zum Anlass, den Geschäftsleitungen der heimischen Unternehmen zu danken. Er würdigte ihre Bemühungen, »ihren Betrieb im zum Teil schweren Wasser auf Kurs zu halten und damit entgegen düsteren Prognosen weitestgehend die für die Menschen unsere Stadt so wichtigen Arbeitsplätze zu erhalten«. Großer Dank galt ferner den Mitarbeitern für die Opfer, die sie zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes erbracht haben.
Es freue ihn aber auch sehr, führte Grieser aus, dass teilweise bei den Firmen schon wieder in neue Arbeitsplätze investiert werden soll. Er versicherte, dass die Stadt Oppenau sie bei ihrem Vorhaben wie gewohnt unterstützen werde.
HINTERGRUND
Personalsorgen
In der Oppenauer Stadtverwaltung sind zum Teil schon seit Monaten und Wochen einige Schlüsselpositionen nicht mehr besetzt. Darauf hat Bürgermeister Thomas Grieser in seiner Ansprache hingewiesen. Sie würde auch in naher Zukunft nicht adäquat besetzt sein.
»Im Gegenteil wir müssen neuerdings auch noch zwei Monate ohne den Leiter des Ordnungs- und Standesamtes auskommen«, sprach er eine nicht einfache Situation an. Betroffen vom krankheitsbedingten Engpass ist vor allem die Kämmerei.
Grieser dankte ausdrücklich den Mitarbeitern, die mit viel Einsatz und Fleiß mithälfen, diese schwierige Zeit so gut wie nur irgend möglich zu überbrücken.
Die Sanierung der Poststraße ist eines der Oppenauer Zukunftsthemen.
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