Schritt zu mehr Transparenz
Ortschaftsrat Tiergarten beschäftigte sich mit der neuen Friedhofsordnung
Ehe der Gemeinderat Oberkirch über eine neue Friedhofsordnung abstimmt, wird diese vom Leiter des Ordnungsamtes, Christoph Lipps, in den Ortsteilen erläutert. Der Ortschaftsrat Tiergarten stimmte am Mittwoch einstimmig zu.
Mit der Überarbeitung der Friedhofsordnung soll mehr Rechtssicherheit erreicht werden, mehr Transparenz und eine Deregulierung von Bestimmungen. Eingebaut wurden Bestimmungen zu den neuen Verhältnissen, die durch die EU-Richtlinien gegeben sind, so Lipps Künftig haben auch Gewerbetreibende aus europäischen Ländern die Möglichkeit, Arbeiten auf Friedhöfen der Gemarkung Oberkirch zu verrichten. Dazu benötigen sie allerdings eine Genehmigung der Verwaltung. Diese wird auf fünf Jahre erteilt und ist in geringem Umfang kostenpflichtig.
Neuerdings gibt es nicht nur in der Kernstadt die Möglichkeit, Grababdeckungen als Steinplatten zu wählen, auch Bürger in den Ortsteilen können sich für diese Möglichkeit entscheiden. Allerdings dürfen nur 60 Prozent der Fläche abgedeckt werden. Damit und mit anderen Möglichkeiten möchte die Stadt sich dem Wandel bei der Bestattungskultur stellen. Obwohl die Friedhöfe heute zentral durch die Stadt Oberkirch verwaltet werden, bleiben einige Entscheidungen in den Orten. Wann und wo eine Bestattung stattfindet, entscheiden die Ortsverwaltungen, sie sind näher dran an den Angehörigen und können sich besser mit diesen abstimmen, erklärte Lipps auf Nachfrage. Anonyme Urnengemeinschaftsgräber und mit Steinplatten komplett abgedeckte Gräber gebe es allerdings nur in Oberkirch.
Lipps schilderte auf Nachfrage auch die Unterschiede zwischen Reihengräbern und Wahlgräbern. Weiter informierte er über die zulässige Gestaltung der Gräber, zum Beispiel mit Grabmalen, die Glas enthalten oder Bilder der Verstorbenen bis zur Fotogröße 9 auf 13 Zentimeter.
Es wurde über die Bestattung von Totgeburten, Fehlgeburten und Ungeborenen gesprochen. Der Vortrag von Christoph Lipps war so erschöpfend, dass es vor der Abstimmung keine besonderen Fragen mehr gab. Der Ortschaftsrat war überzeugt von der neuen Friedhofsordnung.
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