Tiergarten führt Tempo 30 ein
Debatte um Vorfahrtsregelung an zwei Kreuzungen / Umsetzung erfolgt aber erst im nächsten Jahr
Nach intensiver Vorbereitung und Verhandlungen mit den Behörden, durch Diskussionen mit den Bürgern und nach einer Bürgerversammlung stand im Ortschaftsrat Tiergarten die flächendeckende Einführung einer »Tempo 30-Zone« zur Debatte. Ortsvorsteherin Claudia Kimmig outete sich als Befürworterin.
Im Grunde waren sich alle Räte einig, die flächendeckende Geschwindigkeitsreduzierung für Tiergarten einzuführen, am Ende gab es jedoch bei der Beschlussfassung zwei Enthaltungen Eine Erweiterung dahingehend, auch noch Haltelinien anzubringen, führt dazu, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung erst im kommenden Jahr verwirklicht werden kann. Die bisher im Haushalt eingestellten 5000 Euro reichen bei Einführung der Haltelinien nicht aus, teilte Ordnungsamtsleiter Christoph Lipps den Tiergartener Räten mit. Erst nach Beschluss des neuen Haushaltsplans im Gemeinderat könne die Maßnahme in Angriff genommen werden.
Dass es zwei Enthaltungen gab, lag an dem Umstand, dass sich Christian Panter und Jürgen Hüger dagegen stemmten, die beiden Kreuzungen Hubeneck-St. Urbanstraße/Zum Alteneck und Hubeneck-Bündengaß als Vorfahrtsstraßen auszuweisen und nicht, wie in einer »Zone 30« üblich, als gleichberechtigte Straßen mit dem Vorfahrtsgebot rechts vor links.
Ordnungsamtsleiter Christoph Lipps unterstützte Ortsvorsteherin Claudia Kimmig bei der Argumentation, die bisherige Vorfahrtsregelung einzuhalten. Das Problem an beiden Kreuzungen, so Lipps, sei, dass diese sehr unübersichtlich sind. Aus diesem Grund müsse man selbst bei Tempo 30 eine erhöhte Aufmerksamkeit von den Fahrzeuglenkern fordern
Christian Panter wollte eine flächendeckende Einführung der Tempo-30-Zone in Tiergarten nicht mit einer Ausnahmeregelung beginnen, unterstützt wurde er dabei von Jürgen Hüger, während Judith Schindler meinte, dass man, wenn man Grundschüler in Offenburg mit dem Fahrrad über die Hauptstraße schicke, durchaus Bedenken haben könne: »Aber wir sind hier in Tiergarten«, betonte sie – mit relativ wenig Verkehr und Lücken zwischen den Fahrzeugen, die Kindern den Weg zur Schule ermöglichen.
Auch Claudia Kimmig zeigte sich überzeugt davon, dass sich bei den Verhältnissen in Tiergarten die Autofahrer ohnedies in die Kreuzung hineintasten müssen und entsprechend vorsichtig an die Vorfahrtsstraße heranfahren.
Ordnungsamtsleiter Lipps war überzeugt, dass man mit der bisherigen Vorfahrtsregelung an diesen beiden Stellen besser fahre als mit rechts vor links. Nach einiger Erfahrung mit den neuen Verkehrsverhältnissen könne man ja wieder eine Verkehrsschau veranlassen, bei der die Akzeptanz der Vorfahrtsregelung überprüft werden könne und gegebenenfalls eine Änderung beschlossen werde.
Bei der Tempo-30-Debatte in Tiergarten war lediglich die Vorfahrtsregelung an Kreuzungen strittig: bei Hubeneck/Bündengaß und ...