Katze und Unwetter forderten Wehr
Haslacher Feuerwehrkameraden mussten nicht zu einem Brand ausrücken / Anspruchsvolle Übungen
Viele Proben, aber nur zwei Einsätze hat die Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Haslach, im vergangenen Jahr absolviert. Bei der Mitgliederversammlung Mitte November im »Pflug« standen auch Beförderungen an.
Zweimal wurde es für die Haslacher Feuerwehr im vergangenen Jahr ernst: Mitte Mai mussten nach einem Hochwasser zwei Keller ausgepumpt und die Heugasse gesperrt werden, ein weiterer Einsatz betraf eine Tierrettung, als in der Waldstraße eine Katze aus der Kanalisation zu befreien war Hubert Stephan ging im Tätigkeitsbericht auch auf zahlreiche Übungen und Unterrichtseinheiten ein. Bei den gemeinsamen Hauptproben des Ausrückbereichs 2, zusammen mit Tiergarten und Ringelbach, waren die Haslacher beim Kindergarten »Maria Goretti« und in Ringelbach unter schwierigen Bedingungen am Ende der Talstraße gefordert. Auch im Rahmen einer Großübung auf dem Truppenübungsplatz Achern waren die drei Abteilungen dabei.
Auch die Jugendfeuerwehr Oberkirch, in der einige Jugendliche aus Haslach mitwirken, war im Berichtsjahr sehr aktiv. Ein Höhepunkt war in diesem Jahr das 150-jährige Jubiläum der Abteilung Stadt, an dem sich alle Abteilungen beteiligten. Auch die Geselligkeit kam in der Abteilung nicht zu kurz. Anschließend folgte der Kassenbericht von Helmut Bohnert.
Oberbürgermeister Matthias Braun lobte die Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit der Abteilungen. Ortsvorsteher Peter Hund hob die schwierige Situation der Abteilung während des Ausbaus der Hilsenstraße hervor, die sehr gut gemeistert wurde. Bewährt habe sich die Zusammenarbeit in den Ausrückbereichen, einmal im Hinblick auf die Ortskenntnis, vor allem aber auch wegen der Tagverfügbarkeit. Passend dazu waren auch Feuerwehrmänner aus Tiergarten und Ringelbach zu Gast bei der Mitgliederversammlung.
Gesamtkommandant Florian Retsch sprach allen Mitgliedern Dank für ihre Bereitschaft aus, in der Feuerwehr ihren Dienst zu verrichten. Per Handschlag nahm er anschließend Daniel Spraul neu in die Abteilung auf. Eine Beförderung gab es für Pascal Huber, er wurde von Oberbürgermeister Braun zum Feuerwehrmann ernannt. Urkunden erhielten Wolfgang Bruder, Hubert Stephan und Siegfried Stephan, welche die Atemschutzausbildung in Bremgarten im Brandcontainer absolviert hatten.
Nachdem Abteilungskommandant Oswald Maier kein aktiver Atemschutzgeräteträger mehr ist, musste ein neuer Atemschutzbeauftragter für die Abteilung Haslach gefunden werden. Die Wahl fiel auf Wolfgang Bruder.
STICHWORT
OB: Oberkircher Feuerwehrhaus hat zunächst Priorität
Natürlich kam bei der Abteilungsversammlung auch der geplante Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses für die Abteilungen Haslach und Tiergarten zur Sprache, das erforderliche Gelände beim Kindergarten »Maria Goretti« wurde von der Stadt bereits gekauft.
»Zunächst hat das Feuerwehrhaus in Oberkirch erste Priorität«, betonte Oberbürgermeister Matthias Braun. Gerätehaus und Fahrzeug für Haslach und Tiergarten seien im Bedarfsplan enthalten, der weiter verfolgt wird. »Der politische Wille für dieses Projekt ist da«, versicherte er, es müsse aber auch abgewartet werden, wie sich die finanzielle Lage weiter entwickelt. »Das neue Fahrzeug ist herausgesucht, aber noch nicht bestellt«, so Ortsvorsteher Peter Hund.
Der stellvertretende Abteilungskommandant Hubert Stephan erinnerte daran, dass das Kommando Haslach mit die längste Dienstzeit in der Gesamtstadt aufweist. In vier Jahren gehe diese Ära zu Ende. Er hoffte, dass bis zu diesem Zeitpunkt dann auch Gerätehaus und Fahrzeug Realität geworden sind.
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