Schritt für Schritt zur Barrierefreiheit

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Sasbachwalden stellt sich auf Behinderte ein.

 

Barrierefreiheit will die Gemeinde Sasbachwalden Schritt für Schritt erreichen. Der Gemeinderat beauftragte jetzt die Verwaltung, Empfehlungen in den nächsten Jahren nach und nach umzusetzen
Im Rahmen des Leader-Projektes »Schwarzwald Barrierefrei« wurden 30 Gemeinden genau unter die Lupe genommen. Jetzt liegen diesen Kommunen konkrete Handlungsempfehlungen der Nationalen Koordinierungsstelle Tourismus für alle e.V. (NatKo) vor. Für Sasbachwalden schlägt sie unter anderem Hinweisschilder auf vorhandene Behindertenparkplätze und eine gut lesbare Besucherlenkung vor. Da die Gemeinde in Sachen Beschilderung ohnehin neue Wege gehen möchte, werde man dies mit berücksichtigen, war zu hören. Möglicherweise werde es ein Projekt für die Leader-Gemeinden geben, um einheitliche, innerörtliche Beschilderungen zu erreichen, so Bürgermeister Valentin Doll. Es bestehe dann die Möglichkeit, Zuschüsse zu erhalten.
Als positiv stellte die NatKo heraus, dass in Sasbachwalden bereits viele Bordsteine abgesenkt wurden, um Rollstuhlfahrern und Nutzern von Rollatoren und Kinderwagen das Überqueren der Straßen zu erleichtern. Generell empfehlen die Fachleute wegen der Lage der Gemeinde am Berg, die Vermarktung des Ortes für Menschen mit Behinderung nur mit Begleitperson vorzusehen.
Für das Kurhaus werden ein automatischer Türöffner und ein Notrufknopf für die Behindertentoilette empfohlen. Am Rathaus sollte es einen Hinweis geben, dass Gehbehinderte den hinteren Eingang benutzen können. Dort sei eine Klingel sinnvoll, mit der sich Personen mit Hilfebedarf melden können, heißt es in den Empfehlungen weiter. »Der öffentliche Bereich steht insgesamt nicht schlecht da«, sagte Valentin Doll zusammenfassend. Kostenintensiv werde es allerdings im Erlebnisbad, wenn dort eine behindertengereichte Toilette mit ebenerdiger Dusche und eine Hebelift ins Becken eingerichtet werden sollten. Wegen der schwierigen Finanzlage der Gemeinde ist damit in nächster Zeit nicht zu rechnen.
Bilanz gezogen
Am Ende des Jahres kann der Saschwaller Gemeinderat auf 18 öffentliche und 20 nicht-öffentliche Sitzungen zurückblicken. 2010 wurden 202 öffentliche und 174 nicht-öffentliche Themen behandelt.
Die Gemeinde startete ihr Großprojekt Glasfasernetz und stellte einen neuen Kämmerer ein. Der Sasbachwaldener Bürgermeister führte bei seiner Rückschau auch die Gesellschaftsgründung zur Rekommunalisierung der Energieversorgung als Höhepunkt an. »Da habe ich viel Zeit reingesteckt und 2011 wird man die Ergebnisse sehen«, sagt er.

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