Oppenauer »gleiten« auf Rang drei

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Bundesliga-Saison: Die Gleitschirmflieger aus dem oberen Renchtal haben sich in Deutschland etabliert

Einen Podiumsplatz in der Paragleiter-Bundesliga-Saison 2010 erreichten die Oppenauer Piloten. Am Wochenende fand die Ehrung durch den Deutschen Hängegleiter Verband (DHV) in Leipzig statt.

 

Nach einem spannenden Dreikampf am Saisonende kamen die Oppenauer Gleitschirmflieger nach 28 Wertungswochenenden auf Rang drei in der Paragleiter-Bundesliga – hinter den Mannschaften »Drachen- und Gleitschirmclub« Bayerwald und sowie Tegernseer Tal
Der dritte Platz ist ein großer Erfolg für die Mannschaft aus dem Renchtal um den Schwarzwälder Ausnahmepiloten Samuel Blocher (Baden-Württembergischer Meister 2009, BaWü-Vizemeister 2010, Sieger Schwarzwald-Cup 2009 und 2010). Nach Platz zwei im letzten Jahr bestätigten die Piloten ihr hohes Leistungsniveau und bestätigten einmal mehr die Qualität der Fluggebiete in ihrem Heimatort Oppenau.
Obwohl die Alpen aufgrund der Topographie den Mittelgebirgen gegenüber deutlich mehr Potenzial für lange und weite Streckenflüge bieten, konnte der Großteil der Bundesligapunkte mit herausragenden Flügen von den Oppenauer Vereinsgeländen im Schwarzwald eingefahren werden.
Als sich zum Saisonende ein Dreikampf um den Bundesliga-Titel abzeichnete, sind auch einige Oppenauer Piloten entsprechend der Wetterbedingungen in die großen Fluggebiete der Alpen nachgereist um entscheidende Punkte für die Bundesliga zu sammeln.
Auch die Gegner schliefen nicht und bereisten zum selben Zweck die europäischen Top-Fluggebiete in Spanien, dem Schweizer Wallis, den Dolomiten und Slowenien.
Die Entscheidung fiel dann erst am letzten Wertungswochenende. Die Siegermannschaft aus Bayerwald erreichte 925 Punkte, Platz zwei belegten die Tegernseer mit 922 Zählern und nur einen Punkt dahinter folgten die Oppenauer Piloten (921 Punkte). Der Abstand zu Platz vier mit 112 Punkten ist jedoch deutlich

 

STICHWORT
Die Regeln der Paragleiter-Bundesliga
Die Paragleiter-Bundesliga läuft von Anfang März bis Mitte September an 28 Wertungswochenenden. Die Piloten versuchen, eine möglichst weite Strecke mit dem Gleitschirm zurückzulegen.
Die Wahl der Flugroute, die richtige Flugtaktik, die Einschätzung von Wind und Wetter spielen eine große Rolle. Im Schwarzwald sind an wetterbedingt sehr guten Tagen 120 bis 150 km möglich. Die Piloten sind dafür etwa sieben bis acht Stunden in der Luft. Flüge für die Bundesliga können europaweit durchgeführt werden. Die Wahl des Fluggeländes ist frei. Die Streckenkilometer der drei am weitesten geflogenen Piloten eines Vereins werden für das jeweilige Wertungswochenende addiert. Der Verein mit der höchsten Summe an Streckenkilometern der jeweiligen Runde erhält 50 Punkte. Für nachfolgende Platzierungen gibt es pro Platz einen Punkt weniger. Jeder Verein, der Flüge zur Wertung bringt, erhält einen Punkt. Im Gesamt-Ranking werden die Vereine in der Reihenfolge ihrer Gesamtpunkte (aus allen Runden) ausgewiesen, dies ist gleichzeitig der Tabellenstand. In der Saison 2010 haben 171 Vereine teilgenommen. Zum Nachweis eines Fluges muss jeder Pilot einen GPS-Datenlogger mit sich führen. Mit diesem Gerät wird der Flug aufgezeichnet und anschließend über einen Webserver des deutschen Hängegleiterverbandes ( www.xc.dhv.de ) zentral zur Wertung eingereicht.

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Die kleine Oppenauer Abordnung bei der Siegerehrung in Leipzig – von links: Bernd Dieterle, Thomas Maier, Andreas Müller, Samuel Blocher und Ruben Benkeser.

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Veröffentlicht in Oppenau

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