Olympionik spricht vielen aus der Seele

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Ehemaliger Spitzenathlet Frank Busemann motiviert Rauch-Kunden mit Einblicke in seine Biographie

Mit Frank Busemann kam ein Ex-Hochleistungssportler als Stargast zum 60-jährigen Bestehen der Acherner Firma Rauch in das Kurhaus nach Sasbachwalden.

 

Franz und Günter Rauch hießen den Sportler zusammen mit Bürgermeister Valentin Doll willkommen Man freute sich, über die gut frequentierten Ausstellungsstände von 30 Partnerfirmen hinaus einen bekannten Sympathieträger zu bieten, der an diesem Abend große Resonanz erfuhr und vielen aus der Seele sprach.
Busemann, als Zehnkämpfer und Silbermedaillengewinner der olympischen Spiele von Atlanta (1996) ebenso bekannt wie als verletzungsgeplagter und durchhaltestarker Kämpfer, erläuterte lebendig, inwiefern der Titel seiner Autobiographie »Aufgeben gilt nicht« für ihn auch nach seinem Rücktritt im Juni 2003 gegolten habe.
Spitze bei 70 Prozent
»In zehn Disziplinen kann keiner spitze sein, 70 Prozent sind spitze, 21 Prozent schwierig«, nannte Busemann einen Grundgedanken, aus dem er vor allem Motivation, kritische Eigenanalyse und – bei Konzentration auf das Mögliche – die Fähigkeit Potentiale zu entwickeln zog. Wichtigen Partnern vertrauen zu können, sei eine Grundbedingung des Erfolgs, führte der Sportler seinen Vater und Trainer an und geizte nicht mit Erlebnissen wie etwa dem 33-Meter-Diskuswurf bei den olympischen Spielen in Sydney, der sämtliche Ambitionen zunichte gemacht hatte oder den Begegnungen mit dem großen Konkurrenten Dan O’Brien.
Stärken mit dem Blick auf das Mögliche zu entwickeln und zugleich nüchtern an den Schwächen zu arbeiten, sei für ihn immer wichtig gewesen, so Busemann, der auch das »Pendel« ins Gespräch brachte, wonach das Verlassen der Komfortzonen und das Eingehen kalkulierbarer Risiken herausragende Erlebnisse und Ergebnisse bringen können

Locker bezog Busemann seine Hörer ein, demonstrierte mit einem Freiwilligen, wie Mut belohnt wird und brachte auch die Erfahrungen des nach dem Leistungssport betriebenen Marathons ins Spiel.
Den bekannten Satz, wonach Sieger nicht zweifeln, ergänzte Busemann durch den Slogan »Zweifler siegen nie«, wonach es erfolgsverhindernd sei, Energien durch Bedenken, Lamentieren oder Angst vor Fehlern zu binden.
Der Abend sei gut gewesen, der Sportler sehr sympathisch aufgetreten und habe vieles benannt, was heutige Unternehmer betrifft und bewegt, bestätigte zum Beispiel der Fensterbauer Helmut Kist aus Oberkirch. »Wie kannst du mit Höhen und Tiefen des Geschäftslebens umgehen, ohne verrückt zu werden«, sei etwa für ihn die entscheidende Frage gewesen.
Frank Busemann habe seine Lösungen überzeugend geboten.

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Der 35 Jahre alte Ex-Hochleistungssportler Frank Busemann (Mitte) war begehrter Stargast bei (von links) Alexandra Rauch, Franz Rauch, Valentin Doll und Günter Rauch.

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Veröffentlicht in Sasbachwalden

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