Felsblock stoppt Brückenbau
Auch in Lautenbach werden Austauschbohrungen benötigt / Sperrung der Hesselbacher Straße
Ein gigantischer Felsblock hat jetzt auch die Arbeiten an der Umfahrung im Bereich Lautenbach gestoppt. Seit gestern geht nichts mehr auf der Brückenbaustelle an der Rench. Das Regierungspräsidium Freiburg hat Austauschbohrungen zugestimmt.
Er ist so groß wie ein Omnibus. Ein gewaltiger Felsbrocken blockiert seit gestern die Arbeiten an der neuen Renchbrücke in Lautenbach. Die Brücke wird für die B 28-Umfahrung benötigt, führt den Verkehr von der neuen Umgehungsstraße zurück auf die alte Bundesstraße »Wir brauchen neues Gerät«, bestätigte gestern der Projektleiter der Umgehungstraße beim Regierungspräsidium, Manfred Kruss, den Baustopp gegenüber der Acher-Rench-Zeitung. Es handle sich um das gleiche Problem wie beim Tunnelbau in Oberkirch (wir berichteten mehrfach). Beim Ausheben einer Baugrube für den Brückenpfeiler sei man auf den Felsblock gestoßen. Austauschbohrungen werden jetzt nötig, um die Spundwände in den Boden rammen zu können.
Sprengung erwogen
Anfangs hatte das Regierungspräsidium auch über eine Sprengung des Granitbrockens nachgedacht. Da allerdings in unmittelbarer Umgebung auch Häuser stehen und eine Beweissicherung wegen möglicher Folgeschäden nötig geworden wäre, habe man sich für die Austauschbohrungen entschlossen.
Größere zeitliche Verzögerungen befürchtet Kruss nicht: Die geplante Bauzeit von einem Jahr werde das Oberkircher Bauunternehmen Rendler, das den Zuschlag für die Brücke erhielt, nicht benötigen. Kruss rechnet damit, dass die Arbeiten nächste Woche wieder aufgenommen werden können. Die Renchbrücke soll bereits Ende August 2011 stehen.
Auf der gegenüberliegenden Renchseite ist die Verlegung des Gewerbekanals der Firma Koehler auf Lautenbacher Gemarkung bereits abgeschlossen, erklärt der Projektleiter. Das westliche Widerlager für die Brücke ist ebenfalls fertig
Wie die Straßenbauer aber der riesigen Felswand am Waldrand zu Leibe rücken, die der neuen Straße im Wege steht, ist noch nicht ausgemacht. Experten sind gerade dabei, ein Bodengutachten zu erstellen. Auf dessen Grundlage wird entschieden, ob der Fels abgefräst oder gesprengt werden muss.
Neuer Belag
Weniger aufwendig sind da die Arbeiten im Bereich Butschbach und Hesselbach. Die Butschbacher Straße, die künftig über das Oberkircher Tunnelbauwerk führt, ist bereits um einige Meter verschwenkt worden und wird seit gestern asphaltiert. Gesperrt ist seit gestern die Hesselbacher Straße, die ebenfalls ihren Asphaltbelag bekommt. Gehwege und Bordsteine sind bereits angelegt, die Kanalarbeiten abgeschlossen. Am Freitag soll die Straße dann wieder für den Verkehr bereitstehen – vorausgesetzt das Wetter spielt mit, sagt Diplom-Ingenieur Daniel Guldenschuh vom Regierungspräsidium Freiburg. Solange müssen die Hesselbacher einen Umweg über den Verbindungsweg nach Ödsbach in Kauf nehmen.
Nächster Bauabschnitt ist die Querspangen-Verbindung, die die Kreuzung Hesselbacher/Albersbacher Straße mit der Ödsbacher Straße verknüpft. Rendler baut auch hier die notwendige Brücke über den Hesselbach. Sie soll im Januar fertig werden. Bis März könnten dann auch die neue Querspange zur Verfügung stehen.
Letzte Arbeiten vor der Asphaltierung: Die Butschbacher Straße in Oberkirch wurde verschwenkt, angehoben und führt künftig über den Tunnel.
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