Kapelle bot Genuss für die Ohren
Besucher waren vom Konzert der Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach in der Stadthalle begeistert
Einen erbaulichen Konzertabend bescherte die Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach am Samstag den zahlreichen Besuchern in der Erwin-Braun-Halle. Das Konzert war eine ideale Werbung für die Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen der Formation im nächsten Jahr.
Im Beisein von Oberbürgermeister Matthias Braun sowie Landesfinanzminister Willi Stächele präsentierten sich die Jugendkapelle und die Routiniers der Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach in Bestform. Stadtoberhaupt Braun war begeistert von »dem schönen Abend« und äußerte große Freude über die Darbietungen, die zur Musikkultur der Stadt beigetragen hätten. »Der Kapelle gehört die Zukunft. Die Jugendkapelle war ein Genuss«, schwärmte Braun.
Vorsitzende Rita Sester versprach einen bezaubernden Musikabend jenseits der Hektik aller Weihnachtsvorbereitungen. Garant für die Einlösung des Versprechen war auch Moderator Frank Stemmle, der in gewohnt humorvoller Weise durchs Programm führte. So informierte er, dass seit zwei Jahren Ponaunist Klaus Huber offizieller Frauenbeauftragter des Jugendorchesters sei. »Seitdem wollen immer mehr junge Damen das Posaunenspiel lernen«, erklärte er mit einem spitzbübischen Lächeln und fragte ins Publikum: »Wie er das wohl macht?«
Mit »Summon the heros«, der Hymne der Olympischen Spiele von Atlanta 1996, eröffnet das Jugendorchester unter Leitung von Antonia Sester mit Elan das Konzert. Es folgten die Stücke »Big Spender« von Cy Colemann und »Sing, sing« von Luis Prima.
Bei Letzterem glänzten die Trompetensolistinnen Natalie Ruf und Annika Sester, am Schlagzeug wirbelte Paul von Strahlen.
Zugaben gefordert
Die Version des Welthits »We are the world« aus der Feder von Lionel Richie und Michael Jackson begeisterte das Publikum so, dass es vehement eine Zugabe erklatschte. Eine Anerkennung für die seit Februar neu formierte Jugendkapelle unter Antonia Sester, die sehr gereift spielte. Das Spektrum musikalischer Blasmusikkunst entfachte hernach die Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach unter Leitung von Frank Burger. Überzeugend bei feiner Dynamik gelang der Einstieg mit der »Appalachian overture« von James Barnes. Die grandiose Bergwelt der Appalachen wurde musikalisch greifbar. Majestätisch erklang »The man in the iron mask«, eine Filmmelodie von Nick Glennie-Smith. Hierbei spielte die kleine Trommel den entscheidenden Part.
Die Herausforderung synkopischer Sequenzen meisterte Klarinettensolist Manfred Wörner bei André Waigneins Komposition »Tribut to Lionel« bestens. Ein wahrer Hörgenuss war danach das » Potpourri Hofkonzert bei Strauss« der drei Wiener Komponisten Josef, Johann und Johann Sohn Strauss. Nach der Pause liefen die Musiker in Hochform auf. Man konnte ihnen die Freude bei der Interpretation des Stücks »Tarzan Soundtrack« von Phil Collins aus dem Gesicht ablesen.
Rockig interpretierten die Musiker »Baker Street« von Gerry Sutherland und »Top gun theme«. Bei letzterem Stück glänzte Ludwig Tewes als Sologitarrist und entfachte Jubelstürme. Mit vier Hits begeisterte Nena-Interpretin Ilka Vonthron die Zuhörer. Mit »Lord of the dance«, einer irischen Tanzform«, setzte die Trachtenkapelle einen krönenden Abschluss unter das gelungene Konzert »Our sound«. Drei Zugaben erklatschte sich das begeisterte Publikum.
Jugendkapelle und Routiniers der Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach liefen bei ihrem Konzert in der Erwin-Braun-Halle in Oberkirch zur Höchstform auf.
Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen
