Im Wald wird aufs Tempo gedrückt

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Verjüngungen im Oppenauer Wald wachsen schneller als erwartet / Gute Durchmischung erreicht

Der Wiederaufbau von Forstflächen nach Orkan Lothar ist nach wie vor ein Schwerpunkt für das Forstwesen im Oppenauer Wald. Beim Waldbegang bekam der Oppenauer Gemeinderat dies zu Beginn vor Augen geführt.

 

Lothar und kein Ende – so könnte man fast meinen. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach dem Weihnachtssturm von 1999 hat der Forst noch alle Hände voll damit zu tun, für sinnvolles Wachstum auf den seinerzeit leergefegten Flächen zu sorgen Und so bot sich dem Gemeinderat am Donnerstag beim Waldbegang zunächst der Blick auf eine Verjüngung, die Forstbezirksleiter Bernhard Mettendorf, Büroleiter Hans-Peter Hofsaeß und Revierförster Hubert Fischer zur ersten Station erkoren hatten.
Die Beispielfläche unweit der Alexanderschanze bot Bernhard Mettendorf die Möglichkeit, auf die Dringlichkeit der Pflegemaßnahmen in den Jungbeständen zu achten: »Als man die Verjüngung 2004 eingerichtet hat, wurde anscheinend das Wachstum etwas unterschätzt.«
Die Bäume vor Ort hatten zum Teil bereits eine stattliche Höhe erreicht; hier hatte es allerdings mit dem rechten Zeitpunkt der Durchforstung geklappt. »Wenn die Bäume erst mal fünf oder sechs Meter hoch sind, dann stehen die Forstarbeiter praktisch vor einer grünen Wand«, so Mettendorf. Dadurch erhöhe sich der Arbeitsaufwand immens. Deshalb appellierte er: »Oppenau hat einige hundert Hektar an Fläche, deren Pflege nun schleunigst bewältigt werden muss.«
Naturverjüngung
Gerade für die Lotharflächen plädierte der Bezirksleiter für eine kontrollierte Verjüngung. »Naturverjüngung ist zwar billiger, aber sie erbringt nicht die gewünschte Durchmischung.« So verwiesen er und Hubert Fischer mit Zufriedenheit auf Birke und Vogelbeere, die zwischen den Nadelgehölzen wachsen. Diese Pflanzen seien allein schon durch den Laubwurf und die damit verbundene Auflockerung des Bodens wichtig

Zudem verwies Hans-Peter Hof
saeß darauf, dass Nadelbestände mit einer Durchmischung ab zehn Prozent Laub­gehölzen mit 335 Euro pro Hektar gefördert werden; beachtlich angesichts von Durchschnittskosten von rund 800 Euro im Oppenauer Wald.
Um die erforderliche Geschwindigkeit bei den Pflegemaßnahmen zu erreichen, ist es für den Forst wichtig, dass auch private Unternehmer eingesetzt werden (siehe Artikel links). Mettendorf verdeutlichte dabei, dass sich Investitionen in einen sinnvollen Forstbetrieb durchaus lohnen: »Das Geld, das Sie in die Hand nehmen, zahlt sich dreifach aus!«

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Revierförster Hubert Fischer (vorne rechts) und der Büroleiter des Forstbezirks Oberkirch, Hans-Peter Hofsaeß (vorne links), erklärten den Gemeinderatsmitgliedern, Verwaltungsmitarbeitern und Bürgermeister Thomas Grieser (Zweiter von links), wie Verjüngung

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Veröffentlicht in Oppenau

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