Großeinsatz am Peterstaler Kurhaus

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Gemeinderat vergab am Montag erste Arbeiten für die energetische Sanierung / Zeitdruck aufgrund der Förderrichtlinien

Der Energieverbrauch des Kurhauses Bad Peterstal soll deutlich gesenkt werden. Die Gemeinde startet noch in diesem Jahr mit der energetischen Sanierung des rund 50 Jahre alten Gebäudes. Die 233 000 Euro schwere Investition wird bezuschusst.

 

Aufs Tempo drückt der Gemeinderat bei der Vergabe der Gewerke für die energetische Sanierung des Kurhauses Bad Peterstal Denn für alle Arbeiten, die nicht mehr in diesem Jahr ausgeschrieben werden, verliert die Gemeinde den Anspruch auf einen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket II (siehe Hintergrund). Er beträgt rund 40 Prozent der geschätzten Gesamtkosten von 233 000 Euro und damit 97 000 Euro. Die Gemeinde hatte für die Investition bereits im Haushalt 2009 239 400 Euro eingestellt – die Gesamtkosten plus einem kleinen Puffer von 6400 Euro.
Doch die Zusage des Wirtschaftsministeriums auf Gewährung der Fördermittel ließ bis April dieses Jahres auf sich warten.
Die Mittel wurden als Haushaltsrest auf den Haushalt 2010/2011 übertragen und nun muss sich die Gemeinde sputen. Drei große Sanierungsmaßnahmen sind geplant: die Erneuerung des Daches einschließlich einer Wärmedämmung, der Einbau neuer Fenster und ein Voll-Wärmeschutz an den Außenwänden.
In seiner Sitzung am Montagabend stimmte das Gremium der ersten Arbeitsvergabe zu. Die Wärmedämmung der Decke übernimmt der günstigste Bieter Bernd Zimmermann aus Bad Peterstal-Griesbach für 10 050 Euro. Die Ausschreibung wurde von Karl Zehnle vom Ingenieurbüro für Bauwesen und Statik (IBZ) geleitet.
Zehnle konnte das Gremium außerdem davon überzeugen, zusätzlich in einen Laufsteg auf der wärmedämmenden Mineralwolle zu investieren, damit die Decke begehbar ist. Für die dazu erforderlichen Spanplatten und USB-Platten sind weitere 2300 Euro veranschlagt.
Zustimmung im Gremium erhielt auch der Ratschlag, die Bergwand in die Sanierung mit einzubeziehen und von innen gegen Wärmeverlust zu dämmen. »Sie ist stark unterkühlt«, ließ der Diplom-Ingenieur Karl Zehnle wissen. Dennoch war sie im Gesamtpaket der energetischen Sanierung nicht berücksichtigt. Sie schlägt mit 2140 Euro zu Buche. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich insgesamt ein zusätzlicher Betrag von 5300 Euro, dem der Rat zustimmte. Die Firma Zimmermann soll bereits am Montag mit der Wärmedämmung beginnen. Die übrigen Gewerke will der Gemeinderat in seiner Sitzung am 13. Dezember vergeben. Wenn es das Wetter zulässt, wird ab Rosenmontag ein Gerüst die Arbeiten an den Außenwänden und Fenstern ermöglichen. Countdown ist der 31. Juli. Bauamtsleiter Markus Waidele: »Bis dahin müssen wir fertig sein, um die Zuschüsse nicht zu gefährden.«

HINTERGRUND
»Nachhaltige Tourismusförderung«
Im Frühjahr 2010 wurde die energetische Sanierung des Kurhauses Bad Peters­tal ins Sonderprogramm »Nachhaltige Tourismusinfrastruktur« des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg aufgenommen.
Das mit insgesamt 17 Millionen Euro dotierte Sonderprogramm startete Ende März 2009 und wird aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert. Das Land möchte mit der Investitions­offensive den Tourismus »massiv stärken«, den bestehenden Sanierungsstau auflösen, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit für die Tourismusinfrastruktur verbessern sowie einen Beitrag zur konjunkturellen Stabilisierung und zum Klimaschutz leisten.

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Das Peterstaler Kurhaus wurde 1961/62 erbaut. Die Außenwände und die Decke entsprechen aus energetischer Sicht bei Weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen.

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Veröffentlicht in Bad Peterstal-Griesbach

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