»Unsere Stadt wird profitieren«
Eine Begegnungsstätte mit Ausstellung und Café soll die Illenau in Achern attraktiver machen
Unter der Bauherrschaft der Stadt Achern soll das südliche Arkadengebäude der Illenau als Begegnungsstätte umgestaltet werden. Die Kosten sollen durch Zuschüsse und die Spenden des Forums Illenau gedeckt werden.
Rund 385 000 Euro soll die Begegnungsstätte in der Illenau kosten (ohne Arkadengang und Fassade). Diese in den Festsaal zu integrieren, sei aus mehreren Gründen nicht möglich, erklärte Carmen Weber am Montag im Gemeinderat für die Stadtverwaltung Die Einrichtung für die Stadt soll kostenneutral sein, weil die Spendenmittel des Förderkreises eingesetzt werden. Allerdings muss die Stadt die Bauherrschaft übernehmen. Kosten für Küche und die Ausstattungsgegenstände sollen entweder vom Förderkreis, von einem künftige Betreiber des Cafés oder von weiteren Institutionen getragen werden. Die Betriebs- und Unterhaltungskosten sollen laut Förderkreis Illenau durch die Pachteinnahmen gedeckt werden.
Suche nach Betreiber
Derzeit sei man, so Klaus Muttach, auf der Suche nach einem Betreiber. Im Gespräch sei unter anderem die Integra, die auch an der Realschule das Catering betreibt.
Gastronomie und Ausstellung seien genau das, was die Illenau noch brauche, betonte Karl Früh (CDU). Es sei gut, dass das Spendengeld »nicht irgendwo in der Gesamtmaßnahme verschwindet«. »Welche Stadt würde sich so etwas entgehen lassen, ein solches Engagement, einen solchen Betrag!«, erklärte Thomas Kohler (FW). Hier gebe es das Ehrenamt in Reinkultur. Er freut sich, dass »ein wichtiger Teil der Illenau saniert wird«.
Das Interesse an der Illenau sei groß und gehe weit über die Stadt hinaus, wie erst beim »Adventszauber« zu sehen gewesen sei, erklärte Jutta Römer (ABL). »Unsere Stadt wird von dem Interesse profitieren«, meinte sie. Die Arkaden seien ideal, um die Geschichte der Illenau zu dokumentieren. Der Förderkreis habe über einen langen Zeitraum Außergewöhnliches geleistet, verwies sie auf die zahlreichen Aktionen wie Bücherflohmärkte und Geschirrbasare.
»Schon abenteuerlich«
»Das Ganze ist schon ein bisschen abenteuerlich«, merkte Rolf Glaser (Bürgerforum) an. Es gebe ungeklärte Parameter. Folgekosten seien nicht definiert. Die Idee der Begegnungsstätte sei sehr gut, aber viele Dinge nicht bis zu Ende abgearbeitet. Er sprach sich für die Begegnungsstätte innerhalb des Kulturforums aus.
STICHWORT
Baukosten
Die Baukosten für die Begegnungsstätte betragen 385 000 Euro. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf 327 250 Euro. 196 350 Euro davon werden durch Landesmittel bestritten. Der Anteil der städtischen Mittel in Höhe von 188 650 Euro soll durch Spendenmittel des Förderkreises Forum Illenau abgedeckt werden. Unabhängig davon soll die Sanierung des Arkadenganges und der Fassade in Höhe von 57 000 Euro durch die Stadt aus dem Illenau-Topf finanziert werden.
Der Gemeinderat stimmte bei zwei Enthaltungen dafür, dass die Stadt die Bauherrschaft für die Begegnungsstätte in der Illenau übernehmen soll.
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