Autofahrer brauchen Geduld

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Arbeiten an der Umfahrung haben Hesselbach erreicht / Nächste Woche Start in Lautenbach

Die Bauarbeiten an der großen Umfahrung Oberkirch/Lautenbach haben mittlerweile den Oberkircher Ortsteil Hesselbach erreicht. Dort entsteht gerade eine neue Brücke und die sogenannte Querspange Süd. Die Autofahrer brauchen künftig Geduld.

 

Wer zurzeit nach Hesselbach fahren möchte, bekommt schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was den Oberkircher Ortsteil in den nächsten Wochen und Monaten erwartet Bagger bahnen sich den Weg, überall künden mächtige Rohre und Baugruben von den Arbeiten, die sich bis ins nächste Jahr ziehen werden. Denn bevor es mit dem Bau des Osttunnels so richtig losgeht, muss das Regierungspräsidium in diesem Bereich einige Hausaufgaben erledigen.
Im Frühjahr 2011 wird deshalb die Zufahrt in den Oberkircher Ortsteil, die Hesselbacher Straße, komplett gesperrt. Ab der Abzweigung beim Oberkircher Friedhof bis zur Kreuzung an der Albersbacher Straße ist dann kein Durchkommen mehr. Voraussetzung: die neue Querspange Süd, die an die neu gestaltete Kreuzung an der Albersbacher Straße anknüpft und mit dafür sorgt, dass die Zufahrt nach Hesselbach möglich bleibt. Ab April/Mai 2011 soll die Querspange befahrbar sein: Wer dann künftig nach Hesselbach fährt, nimmt die Ödsbacher Straße und wird im Bereich der neuen Trasse automatisch auf die Querspange Süd geführt und weiter zur Hesselbacher Straße. Der Verbindungsweg zwischen Hesselbach und Ödsbach bleibt erhalten und soll den stadteinwärts fahrenden Verkehr aufnehmen.
Neue Brücke
Momentan ist die Hesselbacher Straße noch befahrbar. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Verlegung neuer Kanalrohre im Bereich der Albersbacher Straße, die der Bund im Auftrag der Stadtwerke gleich mitorganisiert hat, und auf den Bau einer neuen, gut sechs Meter langen Brücke über den Hesselbach. Provisorisch wurde der Hesselbach dafür zunächst verlegt

Die Oberkircher Firma Rendler baut die Brücke für die Firma Vogelbau, die den Zuschlag für die Arbeiten an Straße und Brücke bekommen hatte. Bis Weihnachten soll das neue Bauwerk stehen, sagt Diplom-Ingenieur Daniel Guldenschuh, zuständig beim Regierungspräsidium Freiburg für den Hesselbacher Bereich. Dieser Abschnitt kostet den Bund rund 700 000 Euro.
Los geht es in der nächsten oder spätestens übernächsten Woche in Lautenbach. Hier wird zunächst der Gewerbekanal der Firma Koehler verlegt. Die Firma Rendler hat auch hier einen Großauftrag an Land gezogen: Sie baut die 30 Meter lange Brücke über die Rench (wir berichteten). Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Manfred Kruss, beim Regierungspräsidium Freiburg verantwortlich für den Bau der Umfahrung Oberkirch/Lautenbach, rechnet mit einem Jahr Bauzeit. Verkehrsbehinderungen müssen die Autofahrer aber nicht befürchten. Die B 28 bleibt von den Brückenarbeiten weitgehend unberührt. Problematischer ist es bei dem Wirtschaftsweg auf der anderen Seite der Rench. Gewaltige Felsmassen müssen abgetragen werden. Die Arbeiten sollen im Frühjahr zur Ausschreibung kommen, im Mai oder Juni 2011 könnten sie dann beginnen. Geschätzte Kosten: 300 000 bis 400 000 Euro.
Grunderwerb geht weiter
Unterdes verhandelt das Regierungspräsidium in Lautenbach weiter mit Grundstücksbesitzern: »Wir kommen sukzessive voran«, erklärt Kruss, »im Moment sehe ich beim Grunderwerb keine Probleme.« Kruss verschweigt aber auch nicht, dass er es mit zwei »Härtefällen« zu tun hat, bei denen Gutachter eingeschaltet wurden: »Wir untersuchen, ob zwei landwirtschaftliche Betriebe wegen der Inanspruchnahme benötigter Flächen in ihrer Existenz gefährdet sind.« Parallel dazu suche seine Behörde nach Ersatzflächen. Einfluss auf den Umfahrungsbau habe das allerdings nicht. Kruss: »Wir können bauen.«

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Veröffentlicht in Butschbach-Hesselbach

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