Zwei neue Kreisverkehre sollen L 89-Kreuzungen entschärfen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Kreisel eingeweiht / Weniger Unfälle zwischen Renchen und Oberkirch erhofft

Die beiden Kreisverkehre an der L 89 zwischen Renchen und Oberkirch sind gestern eingeweiht worden. Kommunalpolitiker und Behördenvertreter hoffen darauf, dass die 600 000 Euro teuren Bauwerke künftig für mehr Sicherheit auf der Strecke sorgen.

 

Renchens Bürgermeister Bernd Siefermann hatte nachgeschaut: 60 Unfälle hatte es in den vergangenen Jahren auf der L 89 zwischen Oberkirch und Renchen gegeben. Ein Mensch starb, Sachschaden in Höhe von 1,2 Millionen Euro entstand Argumente, die Siefermann nicht nur im Herbst 2005 gegenüber dem Kreistag vorbrachte. Der Kreistag reagierte, und so konnte Siefermann die Zahlen gestern bei der Einweihung zweier Kreisverkehre wiederholen.
An den Kreuzungen zwischen der L 89 und der K 5304, die von Stadelhofen nach Ulm führt, sowie der K 5305, die von Erlach kommt, regeln nun zwei Kreisverkehre den Verkehr. Nicht nur Landrat Klaus Brodbeck hoffte darauf, dass sie ihren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten. Der war auch notwendig, so Brodbeck: »Wer die Strecke kennt, weiß, wie gefährlich sie ist.«

Ein Radweg zusätzlich
Rund 600 000 Euro ließen sich Kreis und Land die beiden Bauwerke kosten, die einen Außendurchmesser von 40 Metern haben. Die Gesamtmaßnahme wurde von Simone Becherer, die für das Landratsamt die Bauleitung hatte, aber auf 850 000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen rund 90 000 Euro für Grunderwerb. Inbegriffen ist die Straße zwischen den beiden Kreisverkehren, die saniert wurde, ebenso wie der neue Radweg zwischen Erlach und Ulm. Er war von der Stadt Renchen finanziert und vom Kreis bezuschusst worden.

 

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Kreisformation: Vertreter von Landkreis, Kreistag und Gemeinden haben gestern die beiden Kreisverkehre zwischen Renchen und Oberkirch eingeweiht. Unser Bild zeigt von links Wilhelm Benz, Rolf Frenk, Peter Spraul. Ludwig Ell, Herbert König, Bernd Siefermann

Nach vier Monaten Bauzeit waren die Maßnahmen abgeschlossen. Beim ersten Spatenstich hatten sich die Politiker noch am Kreisel Richtung Erlach getroffen. Auf die neuen Kreuzungen angestoßen wurde rund ein Kilometer weiter südöstlich, auf Stadelhofener Gemarkung, am Kreisel zwischen L 89 und K 5304Auf die Baugeschichte spielte Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun in seinem Grußwort an: »Was in Renchen erfolgreich begonnen wurde, wurde in Oberkirch erfolgreich zu Ende geführt.« Braun selbst outete sich als »großer Befürworter von Kreisverkehren«.
Auch Herwig Holme, der als Baudirektor im Baureferat des Regierungspräsidiums Freiburg das Land vertrat, hielt einen Kreisverkehr für das »Optimum«. Er war froh, die ersten Entwürfe für die Verkehrsregelung an dieser Stelle nicht realisiert zu haben. Damals war unter anderem eine Linksabbiegerspur im Gespräch.
Wie alle Redner ging auch Holme davon aus, mit dem Kreisverkehr die Zahl der Unfälle an den Kreuzungen reduzieren zu können. Klaus Brodbeck hoffte darauf, dass nicht so viele Verkehrsteilnehmer mitten durch den Kreisel durchfahren, anstatt die Fahrbahn zu benutzen. Das könnte nämlich durchaus zu neuen, anderen Unfällen an der Kreuzung führen: In der Mitte des Bauwerks ist ein 1,50 bis zwei Meter hoher Erdhügel aufgeschüttet.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/8484.jpgKreisformation: Vertreter von Landkreis, Kreistag und Gemeinden haben gestern die beiden Kreisverkehre zwischen Renchen und Oberkirch eingeweiht. Unser Bild zeigt von links Wilhelm Benz, Rolf Frenk, Peter Spraul. Ludwig Ell, Herbert König, Bernd Siefermann

 

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Veröffentlicht in Erlach

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B
<br /> Kreis-verkehre werden in der heutigen Zeit immer beliebter und in vielen Städten werde diese für die Ampelanlage ersetzt dort wo es möglich ist.<br /> <br /> <br />
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