Zillgith will aus dem Rat ausscheiden
Fraktionschef hört auf.
Die Fraktion der Freien Wähler Vereinigung (FWV) verliert eine tragende Säule: Rudolf Hans Zillgith gibt sein Ratsmandat auf und hat sein Ausscheiden aus dem Oberkircher Gemeinderat beantragt. 30 Jahre kommunalpolitische Arbeit seien genug, sagte Zillgith gestern der Acher-Rench-Zeitung
Mit Zillgith geht ein Urgestein des Oberkircher Stadtparlaments. 1980 hatte er erstmals für den Gemeinderat kandidiert und gleich den Einzug geschafft. Der blieb ihm fünf Jahre später verwehrt, als er über die Ödsbacher FWV-Liste die Wiederwahl verfehlte. 1989 kam sein Comeback: Er zog erneut in den Rat ein und wurde Nachfolger von Fraktionschef Fritz Berger.
Wer ihn jetzt als Fraktionschef beerben wird, dazu sagt Zillgith nichts: »Ich mische mich da nicht ein, das macht die Fraktion unter sich aus.« Fest steht, dass Christian Sämann für den gebürtigen Oberkircher als FWV-Stadtrat im Januar nachrücken wird.
Triftige Gründe für sein Ausscheiden muss Rudolf Hans Zillgith, der als geschäftsführende Gesellschafter die Geschicke der Kronen-Nahrungstechnik (Kehl-Goldscheuer) mitbestimmt, gar nicht aufführen. Wer über 62 ist oder das Ehrenamt bereits zehn Jahre ausgeübt hat, darf laut Gemeindeordnung das Mandat jederzeit aufgeben. »Mittlerweile bin ich mit meinen 67 Jahren das älteste Mitglied des Gremiums. Da aber die Zukunft der jüngeren Generation gehört, bin ich zu dem Schluss gekommen, jüngeren Mitbürgern die Verantwortung für die Gestaltung der Stadt zu überlassen«, ließ er OB Braun wissen.
»Die neue Fraktion ist aktiv und hat gute Ideen. Da brauche ich für meinen Rückzug kein schlechtes Gewissen haben«, erklärt Zillgith der ARZ. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter der unteren Denkmalschutzbehörde des Bauamtes und sachkundiger Bürger im Kulturbeirat will er der Stadt aber erhalten bleiben.
FWV-Fraktionschef Rudolf Hans Zillgith gibt sein Gemeinderatsmandat auf.
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