Vorbild und Mentor für viele Schüler
Walter Weigl und Walter Treier beenden ihren Schuldienst / Stark engagiert für die Matthias-Erzberger-Schule in Bad Peterstal
Mit Walter Treier und Walter Weigl haben zwei Urgesteine die Matthias-Erzberger-Schule verlassen. Im Rahmen einer Feier wurde ihr Engagement in vielen herzlichen Worten wertgeschätzt.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden Walter Treier und Walter
Weigl in den Ruhestand verabschiedet. Rektor Franz Doll würdigte die jahrzehntelange gewissenhafte Arbeit der beiden Kollegen an der Matthias-Erzberger-Schule in Bad Peterstal-Griesbach Beide hätten sich um die Schule und die Erziehung der Kinder in Bad Peterstal-Griesbach bleibende Verdienste erworben, betonte Doll.
So kam Walter Treier nach dem Studium an der PH Freiburg am 1. April 1973 an die Grund- und Hauptschule nach Bad Peterstal. Die erste Dienstprüfung hatte er im Februar 1973 in den Fächern Sport und Mathematik abgelegt. Insgesamt führte er als Klassenlehrer neun Klassen zum Abschluss der Hauptschule. Neben seinen studierten Fächer unterrichtete er aber auch fachfremd sehr erfolgreich.
Besonders lag Walter Treier das Fach Biologie am Herzen. In Sport leitete er das Schulsonderturnen und über Jahrzehnte hinweg die AG Skilanglauf. Daneben war er ehrenamtlich im SV Schwarzwald tätig – 15 Jahre Jugendtrainer und 31 Jahre als Übungsleiter in der Abteilung Jedermannsturnen. 1993 feierte er das Dienstjubiläum zum 25-Jährigen, 2008 war er bereits 40 Jahre als Lehrer im Staatsdienst. Von einem Tag auf den anderen wurde er im Oktober 2008 mit der Tatsache konfrontiert, dass er an Leukämie erkrankt war. Zum Schuljahresende 2010 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Walter Weigl legte seine erste Dienstprüfung 1974 an der PH Karlsruhe in den Fächern Deutsch und Wissenschaftliche Politik ab und wurde anschließend nach Bad Peterstal versetzt
Der Lehrer engagierte sich neben seinen studierten Fächern inbesondere in der katholischen Religionslehre, Wirtschaftslehre und Gemeinschaftskunde. Mehrfach war er Mentor und Betreuer in Deutsch und in katholischer Religionslehre. Erfolgreich führte er Arbeitsgemeinschaften mit den Schülern zu Themenbereichen, wie Theater, Heimatgeschichte oder Kochen, durch. Über 15 Jahre unterrichtete an der Werkrealschule in Oppenau, fünf Jahre davon als Klassenlehrer der Klasse 10. Außerschulisch brachte er sich in der Vorbereitung der Erstkommunionkinder und der Firmlinge ein. Seit 1977 ist er mit Ausnahme einer Periode Mitglied im Pfarrgemeinderat, seit zwölf Jahren dessen Vorsitzender. Seit fünf Jahren leitet er den Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit »Oberes Renchtal« als dessen Vorsitzender. Zusätzlich unterstützt er mit seinen umfangreichen Kenntnissen über das Gemeindegeschehen als Berichterstatter die Acher-Rench-Zeitung.
40 Jahre im Dienst
Im Jahre 1995 feierte Walter Weigl sein 25-Jähriges, im Februar 2010 war er 40 Jahre als Lehrer tätig, ehe er dann im März 2010 auf Grund einer längeren Erkrankung in den Ruhestand versetzt wurde.
Franz Doll dankte beiden Kollegen für ihren engagierten Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das Kollegium trug zum Abschluss als »Lehrerchor« noch einige Reime vor, bevor die Elternbeiratsvorsitzende, Andrea Korneli, den Dank des Elternbeirates übermittelte.
Bürgermeister Meinrad Baumann bedankte sich auch als ehemaliger Schüler für die geleistete Erziehungsarbeit an den Kindern. Trotz großer gesellschaftlicher Veränderungen hätten sich beide immer als Vorbild für die Kinder erwiesen.
Rektor Franz Doll (links) und Bürgermeister Meinrad Baumann (rechts) zollten den beiden langjährigen Pädagogen Walter Treier und Walter Weigl (von links) Respekt für ihren Einsatz
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