Von Karussellfahrten bis zur Berufung

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Nach 103 Jahren gibt’s am 31. Mai in Erlach wieder eine Primiz / Großes Fest für Jürgen Schindler

Die Primiz von Jürgen Schindler ist zweifellos das herausragende Ereignis in diesem Jahr in Erlach. Eigens dazu hat die Pfarrgemeinde St. Anastasius eine Festschrift herausgegeben.

 

»Damit man in 103 Jahren, bei der nächsten Primiz, auf mehr Datenmaterial zurückgreifen kann, haben wir eine Schrift verfasst«, sagte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Horst Öhler mit einem Augenzwinkern Bei seiner Recherche im Archiv des Ordinariats hatte er nämlich wenig gefunden über Franz Josef Heiberger, der 1901 Primiz feierte. »Welches Fest das damals war, welche Lebensstationen Heiberger hinter sich hatte, war nicht mehr zu ermitteln«, so Öhler.
Bei Jürgen Schindler, der am 31. Mai Primiz feiert, sollte das anders werden, hatte man sich im Pfarrgemeinderat gesagt und nun eine 66 Seiten umfassende Broschüre herausgegeben. Darin wird nicht nur Schindlers Lebensweg nachgezeichnet, sein Primizbild und
-spruch (»Habe ich die Liebe nicht, so bin ich nichts«) vorgestellt, sondern auch der Ablauf der Feierlichkeiten mit wertvollen Hinweisen für die Besucher beschrieben. Neben Veranstaltungen (siehe dazu auch »Termine«) findet man in dem Heft auch Lieder, Texte und Liturgie der Gottesdienste.
Das Herzstück der Festschrift ist ein Interview von Horst Öhler mit dem Primizianten, der darin über sehr persönliche Dinge Auskunft gibt: »Zwischenzeitlich bin ich mal ziemlich Karussell gefahren«, gesteht Schindler etwa auf die Frage, ob er denn auch mal Zweifel gehabt hätte.
Der 27-jährige Erlacher zieht Bilanz seiner Ausbildung, schwelgt in Erinnerungen an seine Heimatgemeinde und geht auf Schwierigkeiten und Chancen des Priesterberufs ein.
Nur auf eine Frage fand er keine »kurze und einfache Antwort«, auf jene nach seiner Berufung. Schindler: »Die dauert meist einen Abend, ein Essen, einige Tassen Kaffee, ein oder zwei Bier...« Einen Versuch wagt er dann aber doch

 

Horst Öhler resümiert schließlich: »Die Primiz ist eine große Herausforderung für die Pfarrgemeinde und ohne die Dorfgemeinde nicht zu bewältigen.« Ihn freute daher die Unterstützung von Stadt und Vereinen. Als »außergewöhnlich« stuft Bürgermeister Bernd Siefermann die Festschrift ein. »Außergewöhnlich«, fügte Öhler an, sei vor allem, dass diese nichts kostet.

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Veröffentlicht in Pfarrgemeinde

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