»Ein Priester der frohen Botschaft«

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Pfarrer Albert Lehmann feierte mit der Seelsorgeeinheit Renchen sein 25-jähriges Jubiläum

Mit einem Gottesdienst und Stehempfang feierte die Seelsorgeeeinheit Renchen das silberne Priesterjubiläum von Pfarrer Albert Lehmann.

 

Dass neben der Ökumene vor allem die Jugend im Mittelpunkt der Arbeit von Pfarrer Lehmann steht, zeigte der Festgottesdienst am Sonntag in der voll besetzten Pfarrkirche. Rund 30 Ministranten aller Altersstufen, darunter Ehemalige, begleiteten den Jubilar und Diakon Klaus-Peter Roth ins Gotteshaus Insgesamt waren hier über 100 Ministranten versammelt. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Kirchenchören Renchen, Ulm und Erlach, die Gesamtleitung hatte Ellen Krämer. Mit dabei war auch ein Streicherensemble aus dem Acher- und Renchtal, die Orgel spielte Fredy Weber.
Sehnsucht geweckt
In der Predigt hielt Pfarrer Lehmann Rückschau auf die 25 Jahre und erinnerte daran, wie in ihm die Sehnsucht geweckt wurde, diesen Weg einzuschlagen. Auch später war er stets von Freunden begleitet, die ihm halfen, auch schwierige Wegstrecken zu meistern. »Den interessanten und schönen Beruf, Priester zu sein, habe ich nie als schwer empfunden«, betonte er.
Fundament des Lebens
Nach einer Geschichte des Theologen Martin Buber habe auch er sich immer wieder die Frage gestellt, »Für wen gehst du?«, und seine Aufgabe darin gesehen, für Jesus Christus und damit für die Mitmenschen zu gehen. Gerade heute sei der Glaube wichtig als Fundament eines Lebens, dessen Ziel es sei, für die Botschaft Christi zu werben und zu begeistern; den Menschen eine Alternative aufzuzeigen, auf der das Leben aufgebaut und gestaltet werden kann; die Menschen zu begleiten, ihnen mit Güte und Wohlwollen zu begegnen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie Vergebung und Verständnis finden

»Wir alle brauchen eine Vision in unserem Herzen.«
Als Sprecher des gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit ging Horst Oehler auf das Spannungsfeld ein, in dem sich ein Priester in der Welt von heute befindet: »Wir haben allen Grund, dankbar zu sein, denn wir haben einen guten Priester.« Lehmann sei ein gläubiger, treuer Pfarrer, der in der Zeit des Priester- und Gläubigenmangels nicht aufgebe. »Liebe zeigt sich im Bleiben, das gilt besonders auch für Priester«, zitierte Oehler Papst Benedikt.
Was die Gläubigen an ihrem Pfarrer besonders schätzen sei seine Ernst- und Wahrhaftigkeit der Botschaft, die er vermittelt. »Wir alle spüren immer wieder die Begeisterung und Überzeugungskraft, mit der er die Botschaft Gottes den Menschen nahe bringt.« Bei allem Lob für das Engagement und den Idealismus des Pfarrers, der oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehe, mahnte er aber auch, sich nicht zu überfordern. Die Seelsorgeeinheit sei glücklich und dankbar, so einen guten Parrer zu haben, schön wäre es, wenn er bis zu seiner Pensionierung bleiben könnte. Mit Michael Obert überreichte Oehler dem Pfarrer ein Ziborium, ein Aufbewahrungsgefäß der konsekrierten Hostien.
Beim Stehempfang auf dem Kirchplatz sangen die Kirchenchöre Renchen (unter der Leitung von Fredy Weber), Ulm (Ellen Krämer) und Erlach (Rudolf Wörsching). Karl-Ludwig Mörmann (Kirchenchor Renchen) bezeichnete den Jubilar als »Priester der Wärme und der frohen Botschaft«.
Drei Rosen als Symbol
»Die größten Menschen sind die, die anderen Hoffnung geben können«, so Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schäfer. Er dankte Pfarrer Lehmenn für seine offene, ruhige und besonnene Art. Nach der Bildung der Seelsorgeeinheit habe er das Zusammenwachsen der Ortsteile positiv beeinflusst. Mit viel Engagement setze er sich auch für die Kinder aus Tschernobyl ein. Für den Liturgiekreis überreichte Alois Huschle dem Pfarrer drei Rosen als Symbol für die drei Ortsteile, aber auch für Glaube, Liebe und Hoffnung. Unter Leitung von Corinna Höfinghoff gratulierte der Kinder- und Jugendchor »Wirbelwind« musikalisch. Die Ministranten hatten ein Erinnerungsgeschenk vorbereitet.

 

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Veröffentlicht in Pfarrgemeinde

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