So tankt man mit gesperrter Karte
31-jährige Kehlerin wegen Betrugs verurteilt
Zweimal tankte eine 31-jährige Kehlerin in Sasbach ohne pünktlich zu bezahlen. Bei der Gerichtsverhandlung in Achern am Freitag wurde ihr ein Vorfall als Betrug ausgelegt. Es ging um 71,21 Euro. Richter Michael Tröndle verhängte zwei Monate Freiheitsentzug auf zwei Jahre zur Bewährung Außerdem ist eine Geldbuße von 500 Euro fällig. Das zweite Tanken blieb straffrei, weil die Frau vorher gesagt hatte, dass sie kein Geld habe.
Am Abend des 4. Mai hatte die Kehlerin für jene 71,21 Euro in Sasbach getankt und erst an der Kasse gesagt, dass sie ihre Bankkarte nicht dabei habe. Sie versprach, den Betrag am anderen Tag zu begleichen. Das geschah nicht.
Am 8. Mai fuhr sie wieder vor und fragte vor dem Tanken, ob sie nochmals Sprit bekomme. Sie will auch gesagt haben, dass sie noch Schulden hatte. Sie bekam ihr Benzin für 40 Euro in dem Vertrauen, dass sie auch diesen Betrag umgehend bezahle. Das Geld kam nicht und so erstattete der 31-jährige Pächter Anzeige wegen Betrugs.
Schon vorbestraft
Als die Anzeige schon erstattet war, wurde die Gesamtschuld am 28. Mai beglichen. Wie sich bei Gericht herausstellte, war das Bankkonto der Angeklagten gesperrt, so dass eine Kartenzahlung ohnehin nicht möglich gewesen wäre. Diese Tricks waren bei der 31-Jährigen nicht neu, sie war bereits wegen Diebstahls und dreimal wegen Betrugs vorbestraft, davon einmal bei einer Tankstelle.
Carolin Pasewalt von der Staatsanwaltschaft forderte eine Geldstrafe von 1350 Euro (30 Tagessätze zu 45 Euro). Der Richter entschied sich für eine Bewährungsstrafe samt Geldauflage.
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