Infiziert ist meist die ganze Familie

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Modellbahn-Ausstellung in der Jahnhalle in Achern am Wochenende zeigt bemerkenswerte Anlagen

 

Was »Liebe zum Detail« und Begeisterung für Modelleisenbahnen bedeuten kann, präsentierte Volker Huber bei der Ausstellung des Modelleisenbahnclubs Achern am Samstag und Sonntag auf seiner herrlichen Anlage mit moderner Technik Eine Miniaturuhr zeigte den Fahrgästen exakt die Zeit an, aus den Kaminen der kleinen Häuschen rauchte es und den Brand eines Dachgeschosses löschten die Feuerweheleute mit Wasser.
Die Augen der Besucher konnten sich kaum satt sehen an der liebvoll gestalteten Anlage, über der ein Segelflieger mit Positionslichtern flog.
»Das Schöne am Modellbau ist, dass immer wieder etwas Neues hinzukommt«. Dem zwölfjährigen Eisenbahner Gregor Stoll war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er fachkundig über die analoge Anlage mit der Spur 1 Auskunft gab und die großen amerikanischen Modelle steuerte.
Wie der Vater so der Sohn
Die Originale wie die der Firma »Santa Fe« zogen von 1945 bis 1955 schwere Güterzüge 4000 Kilometer von Chicago nach San Francisco. Clubvorsitzender Hubert Galler war voll des Lobes über den jungen Fachmann, der mit seinem Vater Bernhard Stoll die fünf Quadratmeter große HO-Anlage zeigte. Die Modelle sind 30 Jahre alt und gehörten dem Vater, der zu Weihnachten und zum Geburtstag stets neues Zubehör bekam. Auch der Sohn ließ sich begeistern und baut an Häusern und Bergen.
Ein Prachtstück präsentierte in der Jahnhalle die »Fahrgemeinschaft Tischeisenbahn« mit einer Märklin-Anlage, die exakt dem Nachbau aus dem Katalog von 1939 entsprach mit Zügen und Häusern komplett aus Metall. Die älteste Lokomotive stammte von 1936, auch Drehscheibe, Signale oder Oberleitung waren Originale

Im Innern des Märklin-Riesenrads fuhr eine kleine Lokomotive. Solche Riesenräder mit Eisenbahnantrieb standen einst zu Werbezwecken in Schaufenstern.
Gebäude mit Zink-Guss
Nebenan stand eine Trix-Bahnhofanlage aus den 30ern mit Gebäuden aus Zink-Guss, auf einer anderen dampfte auf der Spur Z eine Lokomotive über den Streckenabschnitt der Schwarzwaldbahn von Niederwasser über Triberg nach Nußbach durch einige Tunnel.
»Ich baue zurzeit am Weihnachtsgeschenk für meine Mama«, meinte Sarah-Sabrina Oestreich, die sich wie alle Familienmitglieder ganz dem Modellbau verschrieben hat. »Ich habe meinen eigenen Keller«, meinte Thorsten Oestreich, der mit Thorsten Berger vor allem Automodelle wie ihre großen Vorbilder tunt, was jeweils eine Riesenarbeit und in Stunden nicht zu messen ist. Aber Spaß muss es auf jeden Fall machen, wie an dem maßstabsgetreuen Nachbau eines hiesigen Autohauses zu sehen war.

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Der jungen Eisenbahner Gregor Stoll (im roten Hemd) war voll in seinem Element, als er die großen amerikanischen Lokomotiven sicher über die Schienen lenkte.

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Veröffentlicht in Achern

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