Renchener bemängeln Sauberkeit auf Spielplatz
Elterninitiative stellte dem Gemeinderat die Ergebnisse einer Fragebogenaktion vor / Verbesserungen greifen
Auf den ersten Blick überraschte das große Interesse an der Gemeinderatssitzung am Montag. Die Stühle für die Zuhörer reichten gerade noch aus Es zeigte sich dann rasch, dass gut die Hälfte der Besucher Ortschaftsratsmitglieder aus Erlach und Ulm waren, um sich im nichtöffentlichen Teil über die Ergebnisse der Klausurtagung informieren zu lassen, weil sie daran nicht teilnehmen konnten.
Die andere Hälfte waren Mitglieder der Elterninitiative »Renchen kinderfreundlicher gestalten«. Sprecher Jochen Graf überreichte Gremium und Verwaltung die Ergebnisse einer Umfrage an Kindergärten und Grundschule über die Spielplatz-Situation der Kernstadt.
Graf stellte die Gruppe kurz vor, die Mitglied im Verein Frauentreff Renchen ist. Er erinnerte an Gespräche mit Bürgermeister Siefermann und Stadtbaumeister Robert Brandstetter. Dabei sei es gelungen, an Spielplätzen in der Kernstadt einiges zu verbessern, unter anderem verwies er auf neue Geräte für den Spielplatz an der Scheffelstraße und im Kleinkinderbereich des Freizeitbades.
300 Fragebögen
Bei der Umfrage wurden rund 300 Fragebögen an Kindergarten und Grundschule verteilt. Der Rücklauf sei mit 20 bis 25 Prozent sehr erfreulich, und auch die Ergebnisse bezeichnete Graf als beachtlich. Die gemeinsam umgesetzten Verbesserungen der Gerätesituation an den Spielplätzen wurde begrüßt und positiv bewertet, der Zustand der Spielplätze, in Schulnoten ausgedrückt, erhielt eine 3 minus (3,2). Deutlich schlechter sah die Bewertung der Sauberkeit der Spielplätze aus: Sie wurde in der Skala bei 4 plus (3,7) eingestuft
Besonders beklagt wurde die Situation des Spielplatzes »Hinter den Gärten«, wo besonders häufig Abfall einfach weggeworfen wird, aber auch Glasflaschen und Scherben eine Gefährdung spielender Kinder darstellen.
Graf wollte wissen, was die Stadt unternimmt, um die Situation zu verbessern. Eine weitere Frage betraf das Baugebiet »Blumenau«: Hier entstehen über 50 Bauplätze, überwiegend für jüngere Familien mit Kindern, die beim Bauplatzkauf zusätzlich gefördert werden. Im Bebauungsplan sei allerdings kein Spielplatz vorgesehen, stellte Graf fest.
Leidiges Thema
Siefermann sah die Verunreinigungen am Kinderspielplatz »Hinter den Gärten« als leidiges Thema, das immer wieder beklagt werde. Ein Mitarbeiter der Stadt sei beauftragt, täglich Verunreinigungen zu beseitigen, auch der Gemeindevollzugsdienst sei zu Kontrollen in unregelmäßigen Abständen aufgefordert.
Laut Siefermann werden die Geräte für den Spielplatz im Grimmelshausenpark geliefert, im Herbst das Kleinkinderbecken im Bad gestaltet.