Vereine haben neues Refugium
Gemeinschaftshaus in der »Teichmatt« wird in zwei Wochen eröffnet / Umbau und Renovierung fertig
Nach monatelangen Umbau- und Renovierungsarbeiten ist das »Haus der Jugend und Vereine« so gut wie fertig. Am 19. Juli wird es eingeweiht.
Wenn Bürgermeister Bernd Siefermann durch das »Haus der Jugend und Vereine« geht, läuft ihm das Herz fast über. »Toll, wenn man sieht, was von der Idee bis jetzt alles passiert ist«, sagt er und lobt die Verantwortlichen der Vereine Das ehemalige Mannschaftsgebäude auf dem Kasernenareal hat sich zwar äußerlich kaum verändert – sieht man mal von dem behindertengerechten Eingang ab – und auch innen scheint auf den ersten Blick alles beim Alten. »Wir haben nur so viel saniert, wie unbedingt notwendig war«, verweist Siefermann etwa auf kleine Unebenheiten in Böden, die allerdings nicht wirklich stören. »Es ist alles ordentlich, aber nicht perfekt.«
Hinter den Türen entstanden jedoch in den einzelnen Räumen »kleine Schmuckstücke«. Nicht von selbst, viel Geld und Zeit haben die Vereine in ihre neuen Refugien gesteckt. Das freut Siefermann, der beim Rundgang das Ergebnis gerne präsentiert. Bei einem Tag der offenen Tür (siehe »Veranstaltungstipp«) kann sich dann jedermann ein Bild davon machen.
Dass das Projekt überhaupt zustande kam, wurzle in einem Antrag auf Mittel aus dem Landessanierungsprogramm. »Im April 2003 haben wird die Zusage auf Fördermittel des Landes für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme ‘Teichmatt’ in Höhe von 800 000 Euro bekommen«, so Siefermann, für den damit der Weg zu einer »Erholungs- und Freizeitinsel« in Schwimmbad-Nähe geebnet war.
Laut Siefermann habe die Stadt in das »Haus der Jugend und Vereine« insgesamt 850 000 Euro investiert. Voraussichtlich gebe es für die Maßnahme 36 Prozent Förderung. Kostenintensiv sei vor allem der Aufzug gewesen
»Die Vereine zahlen einen Pauschalbetrag, der nach Nutzungsart und Raumgröße differiert«, so Hauptamtsleiterin Sabine Berger über die Mietvereinbarung. Auf genaue Zahlen legt sie sich jedoch nicht fest.
Ursprünglich sollte das Haus mit der Abwärme des Blockheizkraftwerks versorgt werden, das bekanntlich vorerst still liegt. Zu hohe Preise für das Palmöl sind der Grund. Bernd Siefermann beruhigt dennoch: »Keiner muss im Winter frieren. Wir können auch selbstständig heizen.«
VERANSTALTUNGSTIPP
Einweihungsfest und Tour Ginko
Die Einweihungsfeier des »Haus der Jugend und Vereine« findet am Samstag, 19. Juli, ab 11 Uhr, statt. Pfarrer Albert Lehmann und Pfarrerin Dagny von der Goltz nehmen die Segnung vor. Die Vereine präsentieren ihre Räume und bieten ein kleines Programm.
An diesem Tag wird auch die jährlich stattfindende Prominenten-Radtour gegen 14.55 Uhr eintreffen, um eine Spende in Empfang zu nehmen.
Mit dabei sind unter anderem Mike Kluge (Weltmeister und Vizeweltmeister im Mountainbiking), Oliver Straube (Fußballer), Iris Kurz (Weltmeisterin im Kunstradfahren) und »Die Schäfers« (Kultgruppe in der deutschen Volksmusik). Die Tour Ginkgo wird das gesammelte Geld dem Förderverein für krebskranke Kinder aus Karlsruhe zukommen lassen. Mit den Spenden soll auf dem Gelände des Städtischen Klinikums in Karlsruhe eine Betreuungseinrichtung für die Geschwister der sich in Behandlung befindlichen Patienten geschaffen werden.
Für den Beitrag aus Renchen wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau (Kontonummer 48 71 001, BLZ 664 500 50) eingerichtet.
Weitere Infomationen: Stadt Renchen unter
?
07843/707-18.
STICHWORT
Die »Untermieter«
Verschiedenen Nutzungen dient das Haus in der »Teichmatt«. Neben dem Jugendhaus, einem Multifunktionsraum und das Archiv der Stadt, haben Vereine und Gruppen hier ein neues Zuhause gefunden – und zwar: MGV »Eintracht«, Kleintierzüchter, Kukuk, Narhalla, Frauentreff (Lager), Kibb’l Schisser, Galgenberg- und Mörchwaldhexen, FSC Erlach, Grimmelshausenspielkreis, Ragna Rock (Proberaum).
KOMMENTARE ZUM »HAUS DER JUGEND UND VEREINE«
MGV »Eintracht«
Karl-Ludwig Mörmann.
ch war am Anfang skeptisch – auch wegen der Finanzen. Inzwischen bin ich aber überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war. Wir haben hier mehr Platz – auch zum Lagern – und die Qualität bei den Proben ist besser als im alten, ziemlich kleinen Raum.
Spielkreis
Roland Schlecht.
Das ist nicht mit dem alten Raum in der Schule zu vergleichen. Hier lagern unsere teils wertvollen Barockkleider, Perücken und Requisiten trocken. Wir nutzen den Raum auch für Sprechproben. Ich finde den Umzug positiv.
Jugendhaus
Beate Hanselmann
m Vergleich zum »Bunker« ist das Jugendhaus nun riesig, sodass wir mehrere Angebote parallel machen können – kochen, basteln oder kickern. Eine der schönsten Neuanschaffungen ist der Billardtisch und unser Highlight das Kissenzimmer.
FSC Erlach
Peter Ullrich.
Mit dem Gymnastikraum hat sich ein lang ersehnter Wunsch erfüllt. Wir sind flexibel in der Stunden- und Kursgestaltung und unabhängig von der Kronenhalle. Seit Jahresbeginn nutzen wir den Raum intensiv. Ich höre nur Positives darüber.