Netz muss zum Jahresende fertig sein

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Die Glaserfaseranbindung für die Gemeinde Sasbachwalden soll über Achern realisiert werden

 

»Der Nikolaus wird uns das Breitband bringen«, sagte Bürgermeister Valentin Doll am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung. Die Unterzeichnung eines Vertrags zwischen der Gemeinde und mit dem noch immer ungenannten Betreiber des neuen Glasfasernetzes sei für kommenden Montag geplant. Am 6 Dezember werde dieser sich und seine Angebote dann im Kurhaus öffentlich vorstellen, erklärte Doll.
»Es wird eng«, musste das Ortsoberhaupt zugeben. Noch immer schaufeln sich Kleinbagger durch den Ort und bringen Meter für Meter die orangefarbenen Leerrohre unter die Erde, in die die Glasfasern eingeblasen werden.
Ende des Jahres muss das Netz fertig sein. Noch gibt es auch keine Anbindung an das Glasfasernetz außerhalb des Ortes. Diese Verbindung soll über Achern realisiert werden, habe man inzwischen festgelegt, so Valentin Doll. Der künftige Netzbetreiber habe den Auftrag dafür bereits erteilt. Ein Sonderkündigungsrecht beim eigenen Internet-Dienstleister werde es für die Sasbachwaldener nicht geben, erklärte Doll weiter.
Die Sperrung der Schönbüchstraße wegen der Verlegung der Leerrohre für die Breitbandversorgung und einer Wasserleitung wird noch drei bis vier Wochen dauern, war in der Sitzung zu hören. Von den Anwohnern seien noch keine Klagen gekommen, so Valentin Doll. Er sei stolz darauf, dass die Schönbüch jetzt mit anderen Ortsteilen gleichgestellt werde. Gute Nachrichten gebe auch für die dortige Kreisstraße. Der Ortenaukreis plane die Erneuerung der Schönbüchstraße im Jahr 2012.
Markus Bruder (CDU) merkte an, dass auch die Waldwege, die die Anwohner derzeit nutzen müssen, wohl bald sanierungsbedürftig sein werden

Sehr dankbar zeigte sich der Bürgermeister über die Spende der katholischen Frauengemeinschaft für die Modernisierung des Spielplatzes in der Bachmatt. Alle Gemeinderäte stimmten der Annahme von 15 481 Euro zu. »Ohne die Spender hätten wir uns das nicht leisten können«, machte Doll klar. Die Gemeinde werde im kommenden Jahr noch eine Sitzgruppe, Mülleimer und eine Absperrung zur Straße aufbauen. In der Kurgemeinde besuchen aktuell 85 Kinder die Grundschule. Zwei Grundschulkinder aus Sasbachwalden gehen in Schulen außerhalb des Ortes, informierte der Bürgermeister.
Der Beteiligung der Gemeinde Sasbachwalden am Regionalwerk Oberrhein bescheinigte jetzt das Kommunalamt in Offenburg die Gesetzmäßigkeit. Das Engagement, das man hier zusammen mit weiteren Städten und Gemeinden der Region in die künftige Versorgung der Bürger mit Strom und Gas lege, sei somit bestätigt worden.
Die von der Gemeinde angestrebte Mitgliedschaft bei der »Deutschen Fachwerkstraße« steht in Frage, erklärte Valentin Doll weiter.
Städtebaulich vertretbar
Gespannt war ein Anwohner des Hörchenbergs am Mittwochabend. Seine 13 Meter lange und 11 Meter breite Gerätehalle steht in einem Bereich, der laut Bebauungsplan »von jeder Bebauung freizuhalten« ist. Er baute sie ohne Genehmigung und kann jetzt aufatmen. Der Gemeinderat erteilte diese nachträglich und befreite den privilegierten Landwirt von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Die Platzierung sei städtebaulich vertretbar, so Valentin Doll.
Schließlich kritisierte der Bürgermeister noch, dass in der Murbergstraße zu viele Autofahrer zu schnell unterwegs waren. Messungen gab es auch in der Talstraße und im Felsenweg – dort allerdings mit wenigen Geschwindigkeitssündern.

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