Muslime feierten das islamische Opferfest
Opferzeremonie geht auf Abraham zurück / Fest zeigt Verbindungen zwischen Judentum, Christentum und Islam
Am Dienstag haben Mitglieder des Türkischen Vereins Oberkirch das islamische Opferfest gefeiert. Seine Ursprünge gehen auf eine Erzählung zurück, die sich ähnlich auch im Alten Testament findet
Als der lang ersehnte Kinderwunsch des Propheten Ibrahim (Abraham) in Erfüllung ging, war er Allah (Gott) sehr dankbar. Nach einigen Jahren sollte Ibrahims (Abraham) Liebe zu ihm eine harte Prüfung bestehen, denn er sollte seinen Sohn Ismail (Ismael) Gott zuliebe opfern. Doch als Gott die Opferbereitschaft Ibrahims sah, gebot er Einhalt und sandte ihm über Cebrail (Engel Gabriel) stattdessen ein Opfertier - einen Schafbock.
Ein Kurban (Opfer) bedeutet verzichten für Gott und um Vergebung bitten. Alljährlich wird diese Tradition während der Zeit der Hadsch (Pilgerfahrt zur Kaaba, nach Mekka, der heiligsten Stätte im Islam) vollzogen und Muslime in aller Welt essen Kurbanfleisch im Kreise ihrer Familie und Gemeinschaft. Einen Teil davon spenden sie an arme Menschen. Viele Muslime in Europa bevorzugen es heutzutage, das Geld zu spenden und so das gesamte Opferfleisch an Bedürftige zu verteilen. Der Verzicht wird somit zur Nahrung und zum Segen für bedürftige Familien. Auch im Judentum wird das Opfern und Schächten traditionell gepflegt.
Mitglieder des Türkischen Vereins Oberkirch beim Gebet anlässlich des Opferfestes
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