Mösbacher wollen jetzt endlich DSL

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Ortschaftsrat setzt auf alternative Planung

 

»Zwei Ortsteile sollen das schnelle DSL bekommen, Mösbach nicht Wo bleibt da gleiches Recht für alle?« Wie Andrea Schwenk, waren auch alle anderen Ortschaftsräte in der Sitzung am Dienstag verärgert, dass in Sachen DSL nichts voran geht und die Mittel zunächst in den Haushalt eingestellt und dann wieder herausgenommen wurden.
Nichtöffentlich hatte der Ortschaftsrat schon im August einstimmig beschlossen, schnellstmöglich die Kosten zu ermitteln und DSL zu realisieren, da Mösbach nachweislich den größten Bedarf aller Ortsteile habe. Dies hätten die Umfrage-Ergebnisse und der große Rücklauf aus den Haushalten gezeigt.
Limit unterschreiten
Zudem ist bereits ein Leerrohr in der Waldulmer Straße bis Ecke Brunnenstraße verlegt, so dass auch zumindest ein Teil des Ortes schnell versorgt werden könnte. Nun bekräftigten die Ortschaftsräte einstimmig ihren Beschluss, weiter zu planen (auch mit Alternativen) und fordern eine zeitnahe Umzusetzung. Würden die Kosten für die Verlegung des Leerrohrs herausgerechnet, würde Mösbach die vom Gemeinderat festgelegte Grenze von 75 000 Euro nicht überschreiten und damit förderfähig werden.
»Wie soll die Stadt Gewerbesteuer bekommen, wenn die Unternehmen ohne DSL abwandern?«, so Ralf Butsch. Er sah realistische Chancen, dass die Kosten für Mösbach unter den besagten 75 000 Euro liegen könnten. Denkbar wäre auch eine Umsetzung in zwei Stufen und zunächst in dem Gebiet, das auch nicht an Kabel-BW angeschlossen sei. Kein Verständnis für das ruhende Verfahren hatte Lothar Köstel. Auch wenn die Stadt derzeit nicht am Thema dran sei, werde Mösbach nicht locker lassen, so Ortsvorsteherin Sonja Schuchter

Dass die Grund- und Hauptschule Önsbach möglicherweise mit Renchen eine Werkrealschule bilden könnte, sorgte für weiteren Gesprächsbedarf. Annette Maier kritisierte, dass die Stadt die Auflösung des Schulbezirks in Aussicht gestellt hatte und damit den Mösbacher Hauptschülern die Möglichkeit eröffnete, nach Kappelrodeck zu gehen.
Busverbindung steht
Zwei Tage vor der Anmeldung hatte der Gemeinderat aber die Auflösung des Schulbezirks doch verhindert, was die Betroffenen mehr als verärgert habe. Das Ärgernis wurde in der jüngsten Sitzung dann noch größer, als Sonja Schuchter mitteilte, dass die Buslinie zwischen Kappelrodeck und Mösbach stehe und morgens und mittags Busse fahren.
Weiterer Verdruss wurde spürbar, als Köstel das Parkproblem ansprach, das im Neubaugebiet so gravierend sei, dass im Ernstfall die Feuerwehr nicht durchkäme.
Einen weiteren »Dauerbrenner« sprach Rudi Braun im Zufahrtsbereich zum Kindergarten an, der für den Rettungsdienst freigehalten werden müsste, aber stets zugestellt werde. Es sei rücksichtslos, wenn Höfe und Gelände zur Verfügung stehen und die Fahrzeuge trotzdem auf der Straße parken, so Franz Hund. Die Stadt müsste das konsequent verfolgen, aber da geschehe nichts. Viele stellen ihr Auto einfach hin und denken nicht weiter darüber nach, so Schuchter.

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