Auch eine Fusion ist denkbar

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Die Acherner SPD hat im Vergleich zum Jahr 2002 rund ein Drittel weniger an Mitgliedern

Die SPD Achern führt weiterhin – im Vergleich zu früheren Zeiten – ein Schattendasein. Ortsverbands-Vorsitzender Markus Singrün und Kreisvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß setzen dennoch auf einen langsamen Aufwärtstrend.

 

96 Mitglieder hatte die Acherner SPD im Jahr 2002. »Inzwischen haben wir 62 Mitglieder«, bilanziert Markus Singrün, Ortsverbandschef und einziger SPD-Stadtrat. Natürlich habe es gerade wegen Roland Kist Austritte aus der SPD gegeben Aber der Rückgang sei nicht allein der Acherner Situation, sondern auch der SPD-Politik in der Regierung allgemein geschuldet, Stichwort Hartz IV oder Rente mit 67.
Auch wenn die Acherner SPD geschrumpft sei, sie sei immer noch ein großer Ortsverband in der Ortenau. Natürlich sei es ein »deutlicher Rückschritt« gewesen, dass die SPD bei der vergangenen Kommunalwahl gerade mal einen Sitz im Acherner Stadtrat erreichte. »Vielleicht wird es wieder besser«, hofft Markus Singrün, nachdem der Konflikt mit Roland Kist ausgestanden ist. Doch Markus Singrün weiß auch, dass gerade das Acherner Bürgerforum um die Ex-SPDler Roland Kist und Rolf Glaser eine starke Konkurrenz ist.
»In schwieriger Zeit«
»Wir sind uns bewusst, dass wir uns in einer schwierigen Zeit befinden, es geht uns aber nicht beschissen«, sieht Markus Singrün keinesfalls schwarz für die SPD. »In Achern müssen wir nach vorne schauen«, meint denn auch SPD-Kreisvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß. Man müsse akzeptieren was war und was ist. »Ich will nichts beschönigen«, betont sie. Das Negative müsse aber ins Positive gekehrt werden, doch »dazu brauchen wir Zeit.«
Markus Singrün bringe guten Ideen ein. Dass die SPD nun nur noch ein Stadtrats-Mandat hat, sei »Ergebnis eines Prozesses« gewesen. Sie hofft, dass im Landtagswahlkampf der eine oder andere für die SPD begeistert werden kann.
Denn die Acherner SPD braucht frische, unverbrauchte Kräfte, die für einen Neustart stehen

»Es wäre einfacher, wenn ich im Ortsverband mehr helfende Hände hätte, allein, die Personen fehlen«, verweist Markus Singrün auf die dünne Personaldecke. Es sei schwer, Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren für ein politisches Amt zu begeistern.
Natürlich gibt es Überlegungen im Kreis, Ortsverbände zusammenzuschließen, betont die SPD-Kreisvorsitzende. Markus Singrün bestätigt denn auch einen guten Kontakt zu Werner Mandat (SPD Kappelrodeck). Allerdings sei, so Elvira Dobrinski-Weiß, ein Fusion »noch nicht konkret für Achern.«

STICHWORT
SPD Achern
Bis zum Jahr 2004 hatte die SPD Achern fünf Sitze im Gemeinderat, dazu auch viele Sitze in den Ortschaftsräten.
Inzwischen ist Markus Singrün im Stadtrat einziger SPD-Mandatsträger in Achern mit Ortschaftsräten. Gespalten hat die SPD zunächst der Konflikt des Ortsverbands mit den damaligen SPD-Stadträten 2003/04, was unter anderem im Endeffekt zum Austritt von Rolf Glaser aus der SPD führte.
Das politische Comeback von Roland Kist 2004 und schließlich die Abkehr der SPD von Roland Kist schwächte die SPD Achern ebenfalls.

Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen

 

www.pricecrash24.com

Werbung

Veröffentlicht in Achern

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post