Ja zur Schule, aber noch

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Renchens Gemeinderat beschäftigte sich mit Bausachen

Die Grimmelshausen-Schule Renchen platzt aus allen Nähten. Sie hat 960 Schüler. Vier Klassen sind Wanderklassen, zwei werden im Keller unterrichtet, eine ist in den Pfarrsaal ausgelagert. Es fehlen sieben Klassenzimmer. Der Gemeinderat votierte für eine Erweiterung am Mittelbau um vier Klassenzimmer. Noch in diesem Jahr sollen Planung und Ausschreibung erfolgen.

 

Die Grimmelshausen-Schule Renchen steht vor einem Berg von 960 Schülern, der auch in den nächsten Jahren anhalten wird, bis er später abflacht. Schon lange betreibt die Stadt Renchen die Erweiterung der Haupt- und Realschule um vier Klassenzimmer Im mittelfristigen Finanzplan sind dafür 620 000 Euro vorgesehen. Das Raumprogramm wurde bereits im Jahr 2001 vom Oberschulamt Freiburg genehmigt, doch hapert es an den Zuschüssen.
Zwar wurden aus dem Schulbauförderprogramm für den Zeitraum von 2004 bis 2007 insgesamt 378 000 Euro bewilligt, doch bei den Mitteln aus dem Ausgleichsstock gab es eine mehrfache Ablehnung.
Kein neuer Antrag
»Sie sind auch künftig nicht zu erwarten, weil die finanzielle Situation von Renchen im Vergleich zu anderen Gemeinden zu gut ist«, sagte Kämmerer Karl-Heinz Moll. Der Gemeinderat zog die Konsequenz, indem er auf einen erneuten Antrag und damit auf einen Zeitverlust verzichtete und trotz der geringeren Fördermittel den Erweiterungsbau beschloss. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Vergabe der Planungsarbeiten vorzubereiten und die erforderlichen Haushaltsmittel für 2005 einzuplanen. Rektor Ludwig Huber, der die Beratung verfolgt hatte, sprach den Dank der Schule für die Erweiterung des kleinen Bildungszentrums aus. Zuvor hatten die Vertreter der drei Gemeinderatsfraktionen die Investitionen, die den Schülern als Renchens Zukunft zugute kämen, gutgeheißen.
Weitere Bausachen waren die Anträge auf den Bau von zwei Reihenmittelhäusern mit Carport, Mozartstraße im Baugebiet »Obere Eck«, sowie eines Wohnhauses, Niederlach im Baugebiet »Brünnel II«. Die Vorschriften der Bebauungspläne werden dabei jeweils geringfügig überschritten

 

Saustall muss warten
Keine Zustimmung gab es zunächst für den Neubau eines Schweinestalles mit Güllesilo, den ein Landwirt im Schleifweg plant. Durch Ereignisse in Nesselried sensibilisiert, forderten die Ratsmitglieder zuerst ein Fachgutachten, das Aufschluss über mögliche Geruchsbelästigungen, dem Landwirt aber auch Rechtssicherheit gibt.
Vor 32 Jahren hatte der Betrieb ausgesiedelt. Aufgrund der Entfernung tangiert er die Wohnbebauung kaum, auch wenn das Baugebiet Blumenau ausgeweitet wird. »Ich will die Zahl der Muttersauen von 70 auf 112 aufstocken, betreibe meinen Betrieb aber mit modernster Technik und deshalb sauber«, betonte der Landwirt, der auf verschiedene Qualitätssiegel verwies. Die Stadt will laut Bürgermeister Bernd Siefermann aber keine Probleme aufkommen lassen.
Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschloss das Ratsgremium, dass der Landwirt vor der Erweiterung erst nachweisen muss, dass die möglichen Geruchsbelästigungen, die vom Neubau ausgehen, unerheblich sind.

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Veröffentlicht in Erlach

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