FWV Renchen in
Zukunftsplanung Thema der Hauptversammlung
Die Regularien im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freien Wählervereinigung Renchen (FWV) war schnell abgehandelt. Da keine Wahlen anstanden, waren einer der wenigen Punkte der Bericht des Kassenwartes. Friedbert Seiler legte eine zufriedenstellende Bilanz vor In den erweiterten FWV-Vorstand wurden als Beisitzer Ulrike Grollmann, Ralf König und Arnold Schnurr gewählt.
Lebhafter war dann die Diskussion über die Situation der Stadt und die Politik im Allgemeinen. Wolfgang Kehrer wird als erfahrener Kommunalpolitiker weiterhin als »Frontmann« (Fraktionsvorsitzender) aktiv sein. »Wir sind die stärkste Fraktion im Stadtparlament und stehen in Pflicht und Verantwortung, zum Wohle unserer Bürger und der Gesamtstadt mitzuwirken«, so der Tenor Kehrers.
Wolfgang Bär, »Stimmenkönig« bei den jüngsten Kommunalwahlen in der Grimmelshausenstadt, signalisierte Bereitschaft, einer der Bürgermeister-Stellvertreterposten zu übernehmen. FWV-Vorsitzender Roland Boldt bedankte sich bei den Bürgern für das hervorragende Wahlergebnis. »Das Resultat der Ortschaftsratswahl in Ulm mit 6:4 Mandaten für die FWV hat uns positiv überrascht, wir haben das Vertrauen der Bevölkerung, ordentliche Kommunalpolitik zu machen«, so Boldt.
Mit Thomas Haberle kommt »frisches Blut« in Erlachs Kommunalpolitik. Als Neuling kann er der Unterstützung aus Renchen und Ulm sicher sein.
Ein Rückblick und die Kommunalpolitik der Zukunft waren dann die Diskussionsgrundlage der Jahreshauptversammlung. Vieles müsse angepackt werden, der Wunschzettel sei groß, die »Verpackung und der Inhalt« würden auf Grund der allgemeinen Haushaltslage kleiner ausfallen
Wolfgang Kehrer beklagte dabei auch die Personalkosten der Stadt in einer Größenordnung von 33 Prozent. »Die Stadt muss sich um Projekte kümmern, die sinnvoll sind, Zuschüsse für Schulen müssen gegeben werden. Obwohl das Schwimmbad als Subventionsbetrieb gilt, bedarf es einer Renovierung der sanitären Anlagen«, zählte Kehrer auf. Der Radweg der Verbindungsstraße Renchen nach Ulm sei schon seit Jahren überfällig.
Mehr als Blumenkübel
In der Vergangenheit sorgten nach Aussage der FWV »Missstände« im Ulmer Baugebiet »Säbel« für Unruhe. »Um das Vertrauen der Bürger zu stärken, dürfen solche Eskapaden nicht mehr vorkommen«, war der einhellige Tenor. Roland Boldt rief dann noch einmal den Hallenumbau in Ulm in Erinnerung und lobte das beispielhafte Zusammenwirken der Bevölkerung und kündigte das nächste Projekt für 2005 an: Mit der Teilnahme bei der Aktion »Unser Dorf soll schöner werden« stehe man vor einer großen Herausforderung. »Dazu bedarf es mehr, als nur zwei Blumenkübel hinzustellen«, so der FWV-Vorsitzende.
Wer wird künftig Ortsvorsteher in Ulm? Die häufigste Frage, die zurzeit im Bierdorf gestellt wird. Die Gerüchteküche brodelt, eine Antwort darauf werde es bald geben, hieß es. Doch bis zur konstituierenden Sitzung des Ulmer Ortschaftsparlaments werden noch ein paar Tage ins Land ziehen.