Instrument mit einem Hauch Erotik
200 Jahre Stadtkapelle: Verein besitzt einen kompletten Saxofonsatz /Holzblasinstrument aus Messing
Mit einem Galakonzert beschließt die Stadtkapelle Oberkirch am 20. November die Feierlichkeiten zu ihrem 200-jährigen Bestehen. Die ARZ stellt die Hauptakteure des Orchesters vor. Heute: das Saxofon-Register.
Das Saxofon ist heute aus einer Blaskapelle nicht mehr wegzudenken. Ob als Sopran-, Alt-, Tenor- oder Bariton-Saxofon – jedes dieser Instrumente hat einen festen Platz in der Kapelle. Die Stadtkapelle Oberkirch darf stolz darauf sein, dass sie einen kompletten Saxofonsatz besitzt Liebevoll nennen die Saxofonisten ihre Instrumente auch »Gießkanne«.
Auf Grund der teilweise sehr angenehmen Tönen, sowie wegen der flexiblen und ausdrucksstarken Klangfarbe, wird das Saxofon auch als ein sehr »erotisches« Instrument bezeichnet. Zugleich ist es eines der jüngsten: Es wurde 1840 von dem Belgier Adolphe Sax erfunden und nach ihm benannt.
Das Instrument wurde schließlich am 28. Juni 1846 in Frankreich patentiert. Im Patentantrag begründete Sax seine Erfindung mit dem Fehlen gut klingender Holzblasinstrumente der tiefen Lage.
1929 übernahm Henri Selmer die Pariser Werkstatt von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxofons, und wurde zum offiziellen Inhaber der Patentrechte. Saxophone von Henri Selmer, besonders das Mark VI, haben mittlerweile Kultstatus bei den Musikern.
Erst mit dem Aufkommen des Jazz begann der eigentliche Siegeszug dieses Instruments mit seinem sehr variablen Klang und einem großen dynamischen Umfang. Besonderer Beliebtheit erfreute sich das Saxophon beim Jazz, Rock ’ n ’ Roll, Twist, Soul und Blues. Selbst im jamaikanischen Ska durfte es in der Bläserformation nicht fehlen.
Der Ton entsteht beim Saxofon durch ein einzelnes schwingendes Rohrblatt (wie zum Beispiel auch bei der Klarinette). Deswegen zählt das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten und nicht, wie sich aufgrund des Korpusmaterials vermuten ließe, zu den Blechblasinstrumenten
Das Saxophon besteht aus Rohrblatt, Mundstück, S-Bogen und Korpus. Überwiegend werden Saxophone aus Messing hergestellt. Das Messing wird der besseren Materialbeständigkeit wegen versilbert bzw. vergoldet und anschließend lackiert.
»Die Gießkannen der Stadtkapelle«: das Saxofon-Register um Simon Oberle, Inka Munz, Markus Bentrup, Manfred Bellack, Sabine Ziegler, Michael Rost und Martin Weidner.
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