Im Gespräch mit Politikern
Bürgermeister Baumann möchte Streitthema Verkehr pragmatisch angehen
Meinrad Baumann, Bürgermeister aus Bad Peterstal-Griesbach, geht die Verkehrsproblematik der B 28 »pragmatisch« an. Er lässt sich von den Aktionen der Bürger nicht unter Druck setzen, sondern werde Schritt für Schritt an realistischen Lösungen arbeiten Die B 28 sei dabei nicht nur als Belastung, sondern auch als »Lebensader« für die Kur- und Tourismusgemeinde zu sehen.
Die Diskussion um stationäre Geschwindigkeitsüberwachungen verfolgt Baumann skeptisch. Als Bürgermeister mit Verwaltungserfahrung vertraut er der fachlichen Kompetenz des Ausschusses Umwelt und Technik, der sich erneut gegen stationäre Starenkästen aussprach. »Die mobile Messung bringt mehr Verkehrssicherheit«, glaubt auch Baumann.
Zugleich seien die Starenkästen für die Gemeinde kaum finanzierbar. »Wir müssen die Menschen an den Entscheidungsprozessen beteiligen und ernst nehmen«, betont Baumann, »doch als Verwaltung müssen wir auch sagen, was geht und was nicht.«
Auch das Nachtfahrverbot für Lkw, dem das Landratsamt eine Absage erteilte, werde nicht weiter verfolgt. »Die B 28 ist derzeit kein Hauptthema im Gemeinderat und kein Thema im Rahmen des kommunalen Entwicklungskonzeptes«, informierte Baumann. Die Gemeinde lotete jedoch in Gesprächen mit dem Regierungspräsidium und Ortenauer Politikern aus, wie die Verkehrsteilnehmer angehalten werden können, die Tempolimits zu beherzigen. Baumann kann sich Fußgängerampeln und Verkehrsinseln vorstellen.
Meinrad Baumann, Bürgermeister von Bad Peterstal-Griesbach, hält wenig von Starenkästen fürs hintere Renchtal.
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