Winter auf Straßen eingekehrt
Räumdienste rund um Achern im Dauereinsatz / Polizei vermeldet zehn Unfälle in anderthalb Stunden
Schnee, Glatteis, Stau: Nach dem massiven Wintereinbruch am Wochenanfang ging vielerorts der Verkehr nur langsam voran. Im Ortenaukreis registrierte die Polizei zwischen 6 und 7.30 Uhr zehn wetterbedingte Unfälle. Die Räumdienste rüsten sich mit vollen Salzlagern.
In Achern gingen die ersten Schneeschieber um 4.30 Uhr auf die Straße, in Seebach schon eine halbe Stunde früher. »Eine anstrengende Arbeit«, kommentiert Werner Lehmann, Leiter des Acherner Bauhofs, die Schneeräumung Für Markus Brügel aus Seebach ist Schneefall im November nichts Besonderes. »In diesen Mengen allerdings schon«, so der Hauptamtsleiter. »Es hat so geschneit, dass wir gleich nach dem Räumen wieder von vorne wieder anfangen konnten.« Größere Probleme habe es aber nicht gegeben, man sei vorbereitet gewesen.
Auch personell ist der Wintereinsatz aufwändig: Allein in Achern kümmerten sich am Montagmorgen 24 Bauhofmitarbeiter, sieben Gemeindearbeiter und vier Landwirte im Auftrag der Stadtverwaltung ums Räumen. Mit 13 Fahrzeugen, darunter auch Traktoren, waren sie im Einsatz.
Straßenbauamt hilft mit
»Wir waren vorbereitet und deshalb seit Freitag in Bereitschaft«, so Lehmann. In Önsbach und Oberachern sei man schon am Wochenende damit beschäftigt gewesen, Schnee zu schippen. Anhand eines Prioritätenplans würden zunächst wichtige Hauptverkehrsstraßen wie die B 3 und die Straßburger Straße geräumt. Erst danach folgten Wohngebiete.
In Seebach waren nur zwei Mitarbeiter im Einsatz – einer mit dem Pflug, ein weiterer per Unimog –, es habe keine Probleme gegeben. »Die Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt, das unter anderem die Schwarzwaldhochstraße räumt, läuft immer sehr gut«, urteilt Markus Brügel.
In Ottenhöfen bereitete den Einsatzkräften eine Eisschicht unter dem Schnee Probleme: »Das war auch für die Räumfahrzeuge nicht leicht«, so Bürgermeister Dieter Klotz. Sechs Fahrzeuge und zehn Personen seien im Einsatz gewesen. In der vergangenen Saison seien in Ottenhöfen 160 Tonnen Salz verbraucht worden, in Achern knapp 270 – weshalb man jetzt schon 250 Tonnen im Lager bereithalte. »Damit wollen wir sicherstellen, dass es keine Engpässe gibt«, bekräftigt Bauhofleiter Lehmann.
70 Zentimeter Schnee
Im Berufsverkehr sorgte das Schneetreiben unterdessen für viele Unfälle: Allein zwischen 6 und 7.30 Uhr registrierte die Polizei zehn wetterbedingte Unfälle im Ortenaukreis. Während sich die Liftbetreiber freuten und im Skigebiet an der Schwarzwaldhochstraße eine Schneehöhe von 70 Zentimetern bekanntgaben, kam es in Achern zu kleineren Unfällen. Laut Auskunft der Polizei kamen im Laufe des Tages mehrere Autos ins Rutschen und dadurch von der Fahrbahn ab. In allen Fällen blieb es bei Blechschäden.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt wohl nicht: Weiterer Schneefall ist vorhergesagt.
Der Winter hat auch die Acherner Innenstadt im Griff. Unser Foto zeigt die Kreuzung Kirchstraße/Im Engert.
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