Handwerker haben Herz für Azubi

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Kammer Freiburg zeichnete Renchener Betriebe aus / Urkundenüberreichung in Gemeinderatssitzung

Handwerksbetriebe aus Renchen, Ulm und Erlach bildeten im Lehrjahr 2005/06 junge Menschen aus. Dieses Engagement würdigten die Handwerkskammer Freiburg und Stadt Renchen am Montagabend.

 

»Ausbildung liegt uns am Herzen« heißt eine Aktion der Handwerkskammer Freiburg. Sie zeichnet Ausbildungsbetriebe für ihre Leistungen aus, um diese für jedermann sichtbar zu machen. So auch am Montagabend in der Gemeinderatssitzung in Renchen »Jungen Menschen einen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, ist Ziel und gesellschaftliche Verpflichtung aller«, sagte Bürgermeister Bernd Siefermann, der sich als Botschafter der Aktion sieht.
Von der Ausbildung der Jugend hänge die Zukunft und Inovationsbereitschaft im Land ab, so Siefermann, weshalb er sich auch freute, dass von den 79 eingetragenen Renchener Handwerksbetrieben derzeit zwanzig Unternehmen 49 Lehrlinge (davon sieben Frauen) ausbilden. »Ich hoffe, das ist auch für alle anderen Motivation«, so der Bürgermeister mit Blick auf 34 weitere, ausbildungsberechtigte Betriebe in seiner Stadt. Insgesamt sind im Kammerbezirk Freiburg derzeit 6800 Lehrlinge in einer Ausbildung im Handwerk.
Ein Großteil der zu ehrenden Rencher Unternehmer war in der Gemeinderatssitzung anwesend. An sie wandte sich Paul Baier, Vorstand der Handwerkskammer Freiburg, ebenso wie an die Gemeinderäte. Er verwies vor allem auf die gesellschaftliche Bedeutung der Ausbildung: »Sie ist gelebte Zukunft – für unsere Auszubildenden, unsere Handwerksbetriebe und unser Gemeinwesen.« Deshalb zollte Baier den Unternehmern Respekt für ihr Engagement um den Nachwuchs

 

Baier, der in seinem Ulmer Betrieb selbst zehn Lehrlinge beschäftigt, weiß, wovon er spricht, wenn er sagt: »Jeder Betrieb, jeder Meister, der ausbildet, weiß, dass es eine ungeheure Freude, aber auch jedes Mal eine Herausforderung ist, wenn man jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglicht.« Gewürdigt oder gar gedankt werde es den Betrieben wie Meistern aber nur ganz selten. Im Gegenteil, so der Kammer-Vorstand, meist werden die Ausbildungsplätze als Selbstverständlichkeit eingefordert.
Ausbilder der Nation
»Selbstverständlich ist dies nicht«, sagte Baier, verwies aber, dass die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen seit Jahrhunderten zum Selbstverständnis des Handwerks gehöre: »Die Handwerker sind und bleiben die viel zitierten Ausbilder der Nation«, so der Ulmer, der vorrechnete, dass »die Ausbildungsleistung unserer Betriebe im Verhältnis dreimal so hoch ist wie jene der restlichen Wirtschaft«.
Ehe Paul Baier mit Bürgermeister Siefermann und Andreas Hanser, Ausbildungsberater der Handwerkskammer, die Urkunden an die Unternehmer überreichte (»sie sind unsere Vorbilder«), appellierte er besonders an all jene Betriebe, die derzeit nicht ausbilden, dies aber könnten.

Ausbildungsbetriebe
Im Rahmen der Aktion »Ausbildung liegt uns am Herzen« erhielten im Lehrjahr 2005/06 folgende ausbildenden Handwerksbetriebe aus Renchen, Ulm und Erlach in der Gemeinderatssitzung am Montagabend eine Urkunde der Handwerkskammer Freiburg:
Elektro-Bär GmbH (3 Azubi), Baier GmbH (10), Rolf Baudendistel Maler und Lackierermeister (1), Alfred Baum Hoch-, Tief- und Straßenbau GmbH (1), Bimmerle Friseurmeisterin (1), Thomas Boschert Kraftfahrzeugsmechanikermeister (1), Holzbau Burkart OHG (7), Marco Ell Zahntechnikermeister (1), Ewald Heptig Landmaschinenmechanikermeister (1), Hüger Fliesen GmbH (2), Joro Türen GmbH (3), Kohler GmbH (3), Ralf König Glasermeister (2), Mirko Krauß Feinwerkmechanikermeister (2), Kuhn Schleiftechnik GmbH (1), Walter Jürgen Lehmann Friseurmeister (3), Reinhold Schindler Maurermeister (1), RS Springmann GmbH (4), Sutterer Bau GmbH (1), Walz Baumaschinen und -bedarf e. Kfm. (1).

 

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Veröffentlicht in Erlach

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