Maiandacht mit 250 Sängern

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Imposante Präsentation der Schönheit von Kirchenmusik des Dekanats Acher-Renchtal in Wagshurst

»Freu dich, du Himmelskönigin, freu dich Maria«. Mit diesem immer noch schönen Marienlied endete die kirchenmusikalische Maiandacht in der Pfarrkirche St. Johann in Wagshurst. Acht Kirchenchöre waren zum Kirchenmusiktag des Dekanates Acher-Renchtal zusammengekommen.

 

Es war ein imposantes Bild, als sich rund 250 Sänger mit Dekanatschorleiter Josef Karch in der Wagshurster Kirche formierten, das vertraute Marienlied sangen und die Gottesdienstbesucher in den Lobpreis Mariens einstimmten Die zentrale Bedeutung der »musica sacra«, zur »Ehre Gottes und zur Heiligung der Gläubigen« zu erklingen und diese im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils in die »tätige Teilhabe« am Gottesdienst einzubeziehen, wurde so deutlich spürbar.
Dass sich diese tätige Teilhabe am Ende der Maiandacht auch in stehenden Ovationen und in einem lang anhaltenden Applaus äußerte, war der Beleg dafür, wie gut es den Mitfeiernden in der sehr gut besuchten Kirche gefallen hat. Eines wurde klar am Sonntag: Gottesdienste werden von der Musik nicht einfach nur umrahmt, sondern ganz wesentlich mitgestaltet.
Lobpreis Mariens
Josef Karch hatte mit den Dirigenten und Kirchenchören aus Erlach (Rudolf Wörsching), Gamshurst (Laurent Charenton), Großweier (Bettina Sauer), Mösbach (Christoph Day), Önsbach (Cornelia Frank), Renchen (Fredy Weber), Ulm (Ellen Günther) und Wagshurst (Helmut Mink) eine Maiandacht vorbereitet, in deren Mittelpunkt der Lobpreis Mariens, der Mutter Jesu, steht.
»An Maria sehen wir, wozu wir berufen sind, denn Gott hat Großes an ihr getan«, sagte Dekan Ludwig Hönlinger. Vielleicht liege heute der größte Mangel der Christen darin, dass die »Lust an Gott« verloren ging und alle einstimmen in ein »allgemeines Gejammer über die schlechten Zeiten«. Dies führe dazu, dass vergessen werde, mit Gott zu rechnen, wie dies Maria tat.
Organist Helmut Mink eröffnete die Maiandacht mit dem meditativen Werk »A Ground« von Christopher Tambling

 

Dass die Wagshurster mit der Winterhalter-Orgel eine ausgezeichnete »Königin der Instrumente« besitzen, wurde auch bei den beiden anderen Werken zeitgenössischer Komponisten deutlich: Neben der »Serenade« von Malcolm Archer erfreute Mink mit »Forest Green« von David Lasky.
Die jahrhundertealte Tradition der Kirchenmusik erklang bei den wundervollen Chören »Regina Coeli« von Antonio Lotti und dem »Salve Regina« von Michael Haydn. Das erste Werk sangen die vereinten Kirchenchöre von Wagshurst und Gamshurst (Dirigent Laurent Charenton), das zweite die Chöre aus Renchen, Ulm und Erlach (Fredy Weber).
Neues von der Empore
Eine Komposition des »Neuen Geistlichen Liedes« erklang von der Empore, von wo aus die Chöre von Mösbach, Önsbach und Großweier (Dirigentin Cornelia Frank) mit dem herrlichen »Magnificat« von Alan Wilson die Andacht bereicherten. Am Ende vereinten sich alle Sänger unter Leitung von Josef Karch und sorgten mit den Liedern »Maria Himmelskönigin« und »Ave Maria« für einen schönen Schlussakkord
In der Maiwaldhalle hatten die Gastgeber vom Kirchenchor Wagshurst dafür gesorgt, dass dieser Festtag einen gemütlichen Abschluss fand.

 

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Veröffentlicht in Kirchenchor

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