Feuerwehr löst schwere Aufgabe
Spätjahreshauptrobe der Abteilungen Haslach, Tiergarten und Ringelbach verläuft reibungslos
Mit einer anspruchsvollen Aufgabenstellung hatten sich die Feuerwehrabteilungen Haslach, Tiergarten und Ringelbach, die im Rahmen der Feuerwehrkonzeption den Ausrückbereich 5 bilden, bei der gemeinsamen Spätjahreshauptprobe am Samstagnachmittag zu befassen.
Ausgangspunkt der Feuerwehrübung bildete die Annahme, dass im Hof eines Anwesens an der Haslacher Straße zwei Männer dabei waren, Reparaturarbeiten an einem Wagen durchzuführen. Durch Flexarbeiten in der Werkstatt brach ein Feuer aus Der Mann, der das Fahrzeug provisorisch aufgebockt hatte, wollte zu Hilfe eilen, stieß dabei die Konstruktion um und wurde unter dem Auto eingeklemmt.
Als die alarmierte Abteilung Haslach unter Zugführer Alexander Spraul eintraf, wurde der zweite Mann als vermisst gemeldet. Da sich die eingeklemmte Person nicht in unmittelbarer Nähe des Feuers befand, suchte die Abteilung Haslach zunächst unter Atemschutz in der völlig verqualmten Werkstatt nach dem Vermissten. Die kurz darauf eingetroffene Abteilung Tiergarten übernahm unter Abteilungskommandant Thomas Huber den Einsatzbereich 2. Die Wasserversorgung wurde ergänzt und gleichzeitig die Bergung der eingeklemmten Person übernommen. Mit Abteilungskommandant Gerhard Bähr an der Spitze war es Aufgabe der Abteilung Ringelbach, die Wasserversorgung vom Einmündungsbereich der Hilsenstraße her zu sichern und vorsorglich eine Riegelstellung zu den angrenzenden Wohnhäusern aufzubauen.
Auch die Atemschutzgruppen wurden noch vor eine zusätzliche Aufgabe gestellt: Ein Feuerwehrmann war in der vorrauchten Werkstatt ohnmächtig geworden und musste in Sicherheit gebracht werden. Zur besseren Ausleuchtung des Einsatzbereiches hatte eine Gruppe im Verlauf der Übung außerdem zwei Scheinwerfer aufgestellt.
Die sachkundigen Beobachter mit Stadtbrandmeister Florian Retsch an der Spitze bekamen ebenso wie die zahlreichen Zuschauer einen reibungslosen Übungsablauf zu sehen
»Es ist auch für uns Zugführer wichtig, bei gemeinsamen Proben zu lernen, wie das Potenzial von drei Abteilungen optimal eingesetzt werden kann«, betonte Abteilungskommandant Oswald Maier (Haslach) bei der Manöverkritik. Da die Tagverfügbarkeit anders aussieht als bei einer Hauptprobe, sei es wichtig, gemeinsam zu üben, die Örtlichkeiten kennenzulernen und die reibungslose Zusammenarbeit weiter zu verbessern. »Vormittags unter der Woche hätten wir bei einem solchen Einsatz jeden verfügbaren Feuerwehrmann der drei Abteilungen gebraucht«, betonte er.
So sah es auch Stadtbrandmeister Florian Retsch, der die Anlage der Übung ebenso lobte wie das Vorgehen in den einzelnen Einsatzbereichen und das Zusammenwirken. Auf Gefahrenherde wurde richtig reagiert, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Dankesworte für die gezeigte Einsatzbereitschaft und die Zusammenarbeit gab es auch von den Ortsvorstehern Peter Hund (Haslach) und Klaus Zerbian (Ringelbach).
Die Menschenrettung stand bei der Feuerwehrprobe der Abteilungen Haslach, Tiergarten und Ringelbach im Vordergrund.
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