Wichtige Weichen werden 2011 gestellt
Kämmerer Graf gibt Verwaltungszahlen bekannt.
Die Gemeinde Sasbach bleibt weiterhin schuldenfrei, ergab die Haushaltsberatung am Montag. Doch die Rücklagen schrumpfen auf 190 000 Euro Aus den Eckdaten von Kämmerer Gebhard Graf wurde deutlich, dass auf den Verwaltungshaushalt rund zehn Millionen Euro entfallen und auf den Vermögenshaushalt 1,7 Millionen Euro.
Die Haupteinnahmequelle bleibt die Gewerbesteuer, der Einkommensteueranteil (1.9 Millionen Euro), die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B (633 400 Euro), Zuweisungen des Landes (597 307 Euro), der Anteil am Umsatzsteueraufkommen (306 700 Euro), doe Familienleistungsausgleich (186 600 Euro) und die Kommunale Investitionspauschale (161 700 Euro).
Für 2011 seien durch das 2009er Ergebnis und die deutliche Reduzierung des Pro-Kopf-Betrages bei der Berechnung der Bedarfsmesszahl keine Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft zu erwarten, so der Kämmerer. Weitere Einnahmen stünden aus den Bereichen Gebühren, Mieten, Pachten in Höhe von 1,1 Millionen Euro an.
Auf der Ausgabenseite belaufen sich die Personalkosten sowie die Sozialabgaben auf 2,5 Millionen Euro. Dies bedeute eine Erhöhung um rund 38 000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand wurden Mittel in Höhe von 1.5 Millionen Euro eingestellt, an Zuweisungen und Zuschüssen an Dritte sind 747 000 Euro eingeplant. Der größte Ausgabenposten umfasst die Umlagen an den Kreis und das Land in Höhe von 3,6 Millionen Euro.
Dorfkernsanierung
Der Schwerpunkt des Vermögenshaushaltes liegt bei den Hoch- und Tiefbaumaßnahmen von rund einer Million Euro. Der Hauptteil entfällt auf die Dorfkernsanierung, weitere Maßnahmen betreffen die Sanierung im Technikbereich der Grindehalle, Straßenbau und Kanalisationsmaßnahmen in einem Teilbereich der Waldstraße sowie Investitionen in die Breitbandverkabelung.
Wie Kämmerer Gebhard Graf berichtet, könnte die Finanzierung der Ausgaben noch vollständig mit Eigenmitteln bewältigt werden.
Schwerpunkt der Investitionen soll die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet »West« mit der geplanten Kreiselanbindung des Gebietes an die L 87 sein. Auch für den Bau eines Kreisels zur Erschließung des Neubaugebietes »Am Kältebächel« seien Gelder eingestellt.
Entscheidende Weichenstellungen stünden 2011 auch in Sachen Fortsetzung der Dorfkernsanierung an.
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