»Werden mit den Schülerinnen sprechen«
OB Muttach arbeitet noch Jugendhearing auf / Gruppensprecherin: »In die Fälle nicht involviert«
Auch knapp zwei Wochen nach dem Jugendhearing in Achern sind die Wogen um die Äußerungen der Gruppe Integration über angeblichen Rassismus in Achern nicht geglättet.
Inzwischen hat sich Aisha Abo-Mostafa, die Sprecherin der Gruppe, zu Wort gemeldet »Die in den Artikeln genannten Vorwürfe stammen nicht von mir, sondern von vier Mädchen, die als Teilnehmer beim Hearing anwesend waren und die Gruppe ›Integration‹ bildeten. Sie baten mich und die andere Gruppenleiterin, ihre Anliegen in ihrem Namen vorzutragen, da sie vor dem Gespräch mit Herrn Muttach nach Hause gehen mussten. Ich kann ihre Äußerungen weder bestätigen, noch kann ich ihnen widersprechen, da ich selbst in die Fälle nicht involviert war«, betont die Schülerin in einer schriftlichen Stellungnahme.
»Wir werden mit den Schülerinnen sprechen«, betonte OB Klaus Muttach auf Anfrage der Acher-Rench-Zeitung. Es gebe weiterhin keinen Anhaltspunkt, dass an den Vorhaltungen etwas dran sei. Schulleitungen und Vertrauenslehrer waren, im Gegensatz zu den Behauptungen beim Jugendhearing, nicht kontaktiert worden (wir berichteten).
Am vergangenen Freitag gab es ein Nachtreffen zu dem Hearing, bei dem unter anderem die Rassismus-Äußerungen aufgearbeitet wurden. Jugendleiterin Sabrina Lusch habe aber beim Jugendhearing »einen guten Job« gemacht, so Klaus Muttach.
Er wies Kritik am Vorgehen beim Jugendhearing zurück. Man müsse Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit geben, sich frei äußern zu können. Der Umgang mit der ganzen Angelegenheit sei ein Balanceakt. Man müsse Äußerungen in Zusammenhang mit Rassismus ernst nehmen.
»Schwierige Situation«
Es sei eine schwierige Situation entstanden. Die Leiter der betroffenen Schulen sehen die Arbeit an ihren Schulen beschädigt. Die Verärgerung sei, so OB Klaus Muttach, weiterhin groß.
Es gehe auch darum, »das Ganze setzen zu lassen« und dann mit einer gewissen Distanz zu betrachten. Dann könne man auch überlegen, was man möglicherweise beim nächsten Jugendhearing anders machen könne.
OB Klaus Muttach ist weiterhin mit der Aufarbeitung des Jugendhearings beschäftigt.
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