Das Ende ist nun abzusehen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Arbeiten am G-Bau des Ortenau Klinikums Achern haben sich verzögert / Fertigstellung Mitte 2011

Ein ungleich aufwändigerer Bau als das bereits fertiggestellte Gesundheitszentrum ist die Erweiterung des Ortenau-Klinikums Achern. Mehr als zwei Jahre nach Baubeginn ist der G-Bau jetzt auf der Zielgeraden.

 

Die Fassade ist fertig, das Gerüst abgebaut. Im Inneren des rund zehn Millionen Euro teuren Neubaus des Ortenau-Klinikums Achern laufen die Trockengeräte auf Hochtouren Der Bodenleger wartet täglich darauf, dass der richtige Feuchtigkeitsgrad erreicht wird und er beginnen kann, 3500 Quadratmeter Kautschukbelag zu verlegen. Die Wände der neuen Patientenzimmer sind tapeziert und gestrichen, die Heizkörper montiert.
Während nebenan im angebauten Gesundheitszentrum eines privaten Investors schon Patienten behandelt werden, bestimmen im G-Bau mit dem Ortenaukreis als Bauherrn immer noch die Handwerker das Bild. Für Architekt Christian Fuchs aus Achern ist das nicht weiter verwunderlich: »Wir haben hier komplexe Anforderungen. Außerdem mussten wir am Anfang zunächst 70 000 Kubikmeter Erde bewegen und die bestehenden Gebäude absichern«, erklärt er. Allein der Anschluss des Neubaus an die vorhandenen Gebäude AB und C des Klinikums sei eine Herausforderungen gewesen.
Die Verzögerungen, die durch die notwendige Absicherung des C-Baus entstanden sind, wollte Christian Fuchs eigentlich beim Innenausbau wieder reinholen.
Pech mit den Bietern
Doch daraus wurde nichts. Verwaltungsleiter Rainer Baaß erklärt, warum: »Wir hatten zwei bis drei Mal Pech mit den günstigsten Bietern.« Die vorgeschriebene Ausschreibung aller Arbeiten nach VOB – teilweise europaweit – sorgte dafür, dass manche hier tätige Firma nicht aus der Region kam. Manche kam auch gar nicht – sehr zum Leidwesen des Bauherrn. »Über die Verzögerungen bin ich, obwohl sie keine organisatorischen Probleme verursachen, nicht glücklich«, ist vom Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums, Manfred Lörch, aus Offenburg zu hören. Der Krankenhausbetrieb läuft auch ohne den Neubau. Doch viele sehnen seine Fertigstellung herbei. Zum Beispiel die Intensivstation: Sie wird komplett in den G-Bau umziehen und dann drei Intensivbetten mehr und eine bessere Ausstattung als bisher haben.
Komplett verlagert
Oder die Radiologie: Sie wird komplett in den G-Bau verlagert und mit einem neuen Röntgengerät aufgewertet. Auf die Fertigstellung dieses Stockwerks wartet auch Gerhard Decker aus Achern, der künftig in der Gastroenterologie (Magen und Darm) eng mit dem Ortenau-Klinikum Achern zusammen arbeiten und seine Praxis ins benachbarte Gesundheitszentrum verlagern wird.
Die Umzüge einiger Stationen in den G-Bau schaffen dann Platz im AB-Bau des Acherner Klinikums. Dort soll eine neue Aufnahmestation entstehen, außerdem ein neuer OP-Bereich. »Dafür haben wir zum Teil schon Ergebnisse von Ausschreibungen«, erklärt Verwaltungsleiter Rainer Baaß. Für ihn ist alles eine Maßnahme und geht nahtlos ineinander über.
»So schnell wie möglich«
Eine Bausumme von 13 Millionen Euro, davon 10 Millionen für den Neubau, nannte der Ortenaukreis beim ersten Spatenstich Ende August 2008. Damals hatte man die Fertigstellung des G-Baus für Frühjahr 2010 angepeilt. Mit Januar 2011 für den Bezug der drei Patientenzimmer-Etagen rechnet Architekt Fuchs jetzt. »So schnell wie möglich«, erklärt Rainer Baaß. Die Handwerker, die derzeit noch am Werk sind, müssen sich also kräftig ins Zeug legen.
Auch im Keller ist noch Arbeit. Hier laufen alle Leitungen zusammen und werden sauber in Schaltschränken verkabelt. Inzwischen hat der G-Bau auch zwei Fahrstühle. Die Fachleute und ihr Material kommen also schneller bis hinauf zur Ebene 5. Wenn der G-Bau fertig gestellt ist, wird es einen Tag der offenen Tür geben, damit sich die Bevölkerung ein Bild machen kann, sagt Geschäftsführer Manfred Lörch zu.
Mit der Fertigstellung der Gesamtmaßnahme, mit den Umbauten im AB-Bau, rechnet er Mitte 2011. Dann sei mit einem Besuch von Landrat Frank Scherer und Vertretern des Kreistags in Achern zu rechnen.

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Die Fassade des G-Baus ist fertig. Er ist an die bestehenden Gebäude des Acherner Krankenhauses (links und hinten) und an das Gesundheitszentrums (rechts) angeschlossen.

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Veröffentlicht in Achern

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