Warten auf den Kreisel könnte dauern

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Verkehrsknoten L 89/ K 5305 soll umgebaut werden / Renchener Gemeinderat stimmte der Planung zu

»Wir hören ihre Botschaft, allein ihr fehlt der Glaube.« So könnte man das Vorhaben »Kreisverkehr L 89/ K 5305« zwischen Erlach und Ulm beschreiben. Die Zustimmung zur Planung erfolgte vom Gemeinderat Renchen einstimmig.

 

Die Vorlage zur Gemeinderatssitzung sah folgende Beschreibung des Kreisverkehrs vor: »Für die Straßenkreuzung der Landesstraße 89 mit der Kreisstraße 5305 zwischen Erlach und Ulm sind im Genehmigungsentwurf in dem Verknüpfungsbereich Linksabbiegespuren und in den Kreisanschlüssen Fahrbahnteiler vorgesehen.
Da zwischenzeitlich der südlich gelegene Knoten zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut werden soll und in Oberkirch im Zuge der L 89 bereits schon Knotenpunkte zu Kreisverkehrsplätzen umgebaut worden sind, ist zur Beibehaltung der neuen Streckencharakteristik der Landstraße 89 auch der Umbau dieses Kreuzungsbereichs zwischen Ulm und Erlach zu einem Kreisverkehrsplatz vorgesehen.«
Alle Ratsmitglieder begrüßten das Vorhaben eines Straßenkreisels zwischen Ulm und Erlach. Doch ein leichtes Schmunzeln kam auf, weil niemand so richtig an die Verwirklichung in naher Zukunft glaubte. Als Ortsvorsteher Gottfried Walz (Ulm) einwarf, dass vor über 30 Jahren schon einmal die Straße zwischen Ulm und Erlach vermessen worden und bis heute kein Ausbau erfolgt sei, waren die Bedenken für den Kreiselbau nicht grundlos. Also wurde der Planung zugestimmt, über die Ausführung könnte aber eine Zeitspanne von fünf bis zehn Jahren ins Land ziehen. Dies war hinter vorgehaltener Hand zu hören. Da dies Land- und Kreisstraßen betrifft, ist die Stadt Renchen finanziell außen vor.
Beschlossen wurde außerdem, dass die Haushaltsreste vom vergangenen Jahr in das laufende Jahr übernommen werden. Dabei handelt es sich beim Verwaltungshaushalt um Ausgaben von 262 700 Euro. Beim Vermögenshaushalt sind dies Einnahmen von 753 000 Euro und Ausgaben von ca. 1,633 Euro

 

In Letzteren ist ein großer Posten (646 700 Euro) als Anteil der Bundesbahnkreuzung enthalten, der nun beseitigt werden soll.
Brücke wird saniert
Die Arbeiten für die Schleifwegbrücke in Renchen wurden in drei Lose vergeben. Den Zuschlag für die Lose eins und zwei erhielt die Firma Huber-Bau in Ottenhöfen über einen Betrag von 31 180 Euro. Und die Firma Bohnert in Seebach ist mit dem Los drei über eine Summe von 17 600 Euro dabei. Insgesamt handelt es sich um Beton-, Abbruch-, Straßen-, Stahlbau- und Holzarbeiten. Die Brückenarbeiten werden pünktlich am 21. April begonnen und sollen bis zur Erdbeerernte Mitte Mai abgeschlossen sein, so Stadtbaumeister Robert Brandstetter.
Bürgermeister Siefermann gab noch bekannt, dass Renchen sich mit dem Schutzgebiet »biologische Erhaltung« in den EU-Richtinien befinde, weil Fließgewässer vorhanden seien. Eine extra Meldung sei nicht mehr abgegeben worden.
Gegen Schluss der Gemeinderatssitzung erhielt Ratsmitglied und Stadtkapelle-Vorsitzender Klaus Hodapp zu seinem 60. Geburtstag ein Präsent vom Schultes.

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Veröffentlicht in Erlach

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