Vermittler der eigenen vier Wände
Das Acherner Immobilien-Center der Sparkasse ist seit 30 Jahren erfolgreich / Achern ist dynamisch
In Baden-Württemberg wird die Bevölkerungszahl wegen des guten Arbeitsplatzangebots weiterhin steigen. Dass jene Menschen Wohnraum brauchen, zeigt sich an den Zahlen, die das Acherner Immobilien-Center der Sparkasse zu seinem 30-jährigen Bestehen vorlegt. Im Ortenaukreis vermittelt die Sparkasse in Achern die meisten Wohnobjekte.
Eines weiß Klaus Burst, der Bereichsdirektor Immobilien der Sparkasse Offenburg/Ortenau, aus Erfahrung – die Leute wollen einen Keller im Haus: »Häuser ohne Keller sind viel schwerer zu vermitteln. Woran das genau liegt, kann ich auch nicht sagen«
Vielleicht liegt es daran, dass ein Keller nicht mehr nachträglich einzubauen ist, vermutet Bürgermeister Arno Haiss, der bei der Pressekonferenz der Sparkasse zum 30-jährigen Bestehen des Acherner Immobilien-Centers am Dienstag als studierter Städtebauer den verhinderten Oberbürgermeister gerne vertrat.
Achern gutes Pflaster
Neben dem interessanten Fachsimpeln über den Bedarf an Wohnraum wurden von Klaus Burst und dem Offenburger Vorstandsmitglied Helmut Kienzle auch zwar nackte, aber überzeugende Zahlen vorgelegt: Von den 3500 Objekten, die die Sparkasse als Marktführer im Kreis bisher vermittelt hat, wurden 1600 allein im Acherner Immobilien-Center an den Mann oder die Frau gebracht.
Dadurch hat Achern von den 500 Millionen Euro Gesamtumsatz in dieser Sparte allein 210 Millionen beigesteuert. In den vergangenen zehn Jahren lag der Umsatz der Acherner Immobilienvermittler zwischen 28 und 34 Millionen Euro per anno. Dabei bietet die Sparkasse neben der Vermittlung von Immobilien auch deren Finanzierung und Versicherung, so Kienzle.
Achern war zudem 1975 das erste Immobilien-Center der Sparkasse im Kreis. Diese stolzen Bilanzen sind auch Anlass genug für eine Ausstellung, die am Samstag, 15. Oktober, eröffnet wird und die einen Informationstag des 13 Mitarbeiter starken Immobilien-Centers begleitet, bei dem von 10 bis 14 Uhr interessierte Häuslebauer mit Fachleuten ins Gespräch kommen können
Die Ausstellung bleibt bis Mitte November in der Schalterhalle der Sparkasse aufgestellt. Gestartet war das Immobilien-Center übrigens im (mittlerweile abgegebenen) Reisebüro des Hauses.
Am Samstag bekommen die Gäste bestimmt zu hören, dass Bürger mit einem sicheren Einkommen unbedingt die Gunst der Stunde nutzen und über eigenen Wohnraum nachdenken sollten. Derzeit sind die Zinsen so gering, dass sich Klaus Burst an keine niedrigeren Zahlen erinnern kann, außerdem ist momentan noch garantiert, dass der Staat die Eigenheimzulage gewährt. Und als Altersvorsorge taugt ein Haus oder eine Eigentumswohnung allemal, hieß es bei der Pressekonferenz.
Bereits am Freitagabend informiert Professor Thomas Dommermuth ab 19 Uhr in der Sparkasse zum Auftakt der zweiten Acherner Immobilientage über Wohnungsraum als Altersvorsorge.
Bürgermeister Arno Haiss sieht jedenfalls die Experten der Sparkasse seit 30 Jahren als zuverlässigen Vermittler von Wohnraum, wodurch die Stadt kontinuierlich wachse.
Immer mehr Bürger
Dass die Angst vor Arbeitslosigkeit viele vom Häuslebau abschreckt, sieht Haiss aber auch. Daher brauche die Stadt nicht nur ausreichend Kauf-, sondern auch Mietobjekte.
Die Zahl der so genannten dynamischen Gemeinden liegt im Schnitt im Ortenaukreis höher als im Rest Baden-Württembergs. Dynamisch bedeutet vor allem, dass die Bevölkerungszahl wächst, während die Leute woanders abwandern. Achern, Sasbach und Renchen sind in diesem Sinn dynamisch, Seebach, Sasbachwalden oder Ottenhöfen sind es nicht.
Achern verfügt auch über ein ausgeglichenes Wohnangebot, es gibt also weder einen Wohnüberschuss noch einen Mangel an Dächern über den Köpfen.
Die durchschnittlichen Preise pro Quadratmeter für privat genutzte, voll erschlossene Grundstücke variieren nach Angaben der Sparkasse Offenburg/Ortenau in Achern und den umliegenden Gemeinden:
Ω Achern: 135 – 250 Euro; Fautenbach: 85 – 160 Euro; Gamshurst: 70 – 110 Euro; Großweier: 75 – 110 Euro; Mösbach: 90 – 140 Euro; Oberachern: 165 – 205 Euro; Önsbach: 90 – 190 Euro; Sasbachried: 75 – 120 Euro; Wagshurst: 80 – 120 Euro;.
Ω Kappelrodeck: Ortskern: 65 – 200 Euro; Waldulm: 80 – 130 Euro.
Ω Ottenhöfen: 65 – 150 Euro.
Ω Renchen: Ortskern: 90 – 130 Euro; Erlach: 100 Euro; Ulm: 75 – 110 Euro.
Ω Sasbach: 90 – 130 Euro.
Ω Sasbachwalden: 90 – 160 Euro.
Ω Seebach: 50 – 100 Euro.