OB Muttach: »Schulleiter sehr empört«

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Stellungnahme im Gemeinderat zu Jugendhearing / Edgar Gleiß: »Präsentation mehr als unglücklich«

 

Auf Anfrage von Thomas Kohler (Freie Wähler) ging OB Klaus Muttach am Montag im Gemeinderat auf die angeblichen Rassismus-Vorwürfe beim Jugendhearing ein (wir berichteten). Es sei eine sichere Einschätzung, dass die Vorwürfe nicht haltbar sind, so der Oberbürgermeister Er habe mit drei Schulleitern gesprochen. Vertrauenslehrer und Schulleiter seien mit derartigen Vorwürfen nicht konfrontiert worden. Die Schulleiter seien sehr empört. Thomas Kohler zeigte sich »mit der Klarstellung zufrieden.« Jutta Römer (ABL) lobte das Jugendhearing als gelungene Veranstaltung. Das Thema Integration sei nur eines von vielen gewesen. Mit der Berichterstattung über die Aussagen der Gruppe Integration habe man der Integration keinen Dienst geleistet.
»Das ist natürlich ein ungeheurer Vorwurf«, erklärte Rolf Glaser (Bürgerforum) zu den Rassismus-Äußerungen. Man müsse die definitive Wahrheit herausstellen. Die Presse sei nicht umhin gekommen, das Thema aufzugreifen, meinte er zur Berichterstattung.
In Misskredit gebracht
Edgar Gleiß, geschäftsführender Schulleiter in Achern, meinte zu dem Thema auf Anfrage der Acher-Rench-Zeitung, dass die Lehrer in Achern bewusst mit den Kindern umgingen, egal, welchen Hintergrund sie hätten. Insoweit seien durch den Vorfall alle, die in Achern im Lehrerberuf stehen, in Misskredit gebracht worden. Die Präsentation beim Jugendhearing sei »mehr als unglücklich« gewesen. Es sei ärgerlich gewesen, dass bei einer öffentlichen städtischen Veranstaltung gar nicht beziehungsweise nicht stärker widersprochen worden sei. Ihm wäre es lieber gewesen, die Sache wäre zunächst nicht so hoch gehängt worden.

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