Spatenstich für mehr Sicherheit

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

L 89 am Ortsausgang Renchen wird in acht Wochen verbreitert und erhält einen Fuß- und Radweg

Lange hat die Stadt Renchen auf diesen Moment gewartet, gestern war es nun so weit: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich zum Ausbau der L 89 wird eine bekannte Gefahrenzone im Ort endlich entschärft.

 

In acht Wochen Bauzeit soll die L 89 vom Ortsausgang Renchen in Richtung Oberkirch verbreitert werden und einen abgegrenzten Fuß- und Radweg erhalten Dazu unternahm Bürgermeister Bernd Siefermann mit Vertretern des Straßenbauamtes beim Landratsamt Ortenaukreis, der angrenzenden Suchtklinik Haus Renchtal, dem Renchener Straßenbaumeister und der beteiligten Baufirma den symbolischen ersten Spatenstich.
»Für uns ist das eine seit vielen Jahren gewünschte Maßnahme, zumal es keinen offiziellen Fußweg zwischen der Klinik und dem Stadtzentrum gibt«, zeigte sich Bernd Siefermann über den bevorstehenden Beginn der Bauarbeiten erfreut. Von dem Radweg profitierten auch Schüler aus Ulm, die täglich mit dem Fahrrad auf dem gefährlichen und von vielen Lastwagen befahrenen Abschnitt unterwegs seien.
Beengte Verhältnisse
Ab dem 25. Mai soll das viel befahrene »Eingangstor ins Renchtal« auf einer Länge von rund 500 Metern von der Höhe der ersten Häuser am Stadteingang bis zur Fachklinik Haus Renchtal von derzeit 5,50 Metern auf durchgängig sechs Meter verbreitert werden. Zudem soll rechts der Fahrbahn, stadtauswärts gesehen, ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg, abgesetzt durch ein Hochbord, angelegt werden. Damit die Verbreiterung angesichts der beengten Verhältnisse mit den Böschungen realisierbar ist, wird die Straße um etwa einen Meter angehoben und neu asphaltiert. Im Zuge des Ausbaus erhält die Straße zudem eine Entwässerung und Beleuchtung. Während der Bauzeit wird der betroffene Abschnitt der L 89 für den Durchgangsverkehr voll gesperrt, er wird über Erlach bis zum ersten Kreisverkehr zwischen Erlach und Ulm umgeleitet

Unmittelbare Anwohner könnten die Straße, je nach Stand der Bauarbeiten, befahren, in Ausnahmefällen sei für sie auch eine Nutzung der Friedhofstraße möglich, wie Stadtbaumeister Roland Brandstetter sagte. In Höhe der Abzweigung »Ulmer Gasse« erfolgt der Anschluss an das städtische Radwegenetz.
Erfreut über den Beginn der Bauarbeiten äußerte sich auch Martin Schlesinger, der Leiter der Fachklinik Haus Renchtal. »Wir legen großen Wert darauf, dass für unsere Patienten der Zugang in die Stadt offen ist«, sagte er. Bisher sei den Patienten dringend geraten worden, nicht zu Fuß den Weg ins Zentrum entlang der L 89 zu nutzen, das sei angesichts des fehlenden Gehweges, der unübersichtlichen Kurven und des Schwerlastverkehrs »lebensgefährlich«. Dem schloss sich Klaus Brodbeck, der Aufsichtsratsvorsitzende des Badischen Landesverbands gegen die Suchtgefahren (BLV), dem das Haus Renchtal angehört, an.
Mittlerfunktion
Wie Roland Gäßler, der Leiter des Straßenbauamtes beim Landratsamt Ortenaukreis, betonte, sei seine Behörde Vermittler zwischen der Stadt Renchen und dem Regierungspräsidium gewesen. Denn für die Landesstraße sei das Land und nicht der Ortenaukreis verantwortlich.

 

 

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Veröffentlicht in Erlach

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