Spannend erzählte Heimatgeschichte
Gerhard Bär veröffentlicht seine Autobiografie »Spuren meines Lebens« / Viele heitere Anekdoten
Eigentlich sollte es nur ein Büchlein werden, eine Aufmerksamkeit für Gratulanten zum 70. Geburtstag. Aber wenn Gerhard Bär etwas anfängt, setzt er sich stets mit voller Kraft ein Es entstand eine Autobiografie, die mit dem Titel »Spuren meines Lebens« die Geschichte seiner 70 Jahre in Erinnerung ruft – spannend und lebendig erzählt. In der Önsbacher Schule wurde das Werk am Sonntagabend präsentiert. Ein Ensemble des Harmonika-Clubs Önsbach spielte (Leitung Ludwig Schemel).
Ortsvorsteherin Christine Rösch begrüßte die rund 60 Gäste, Lokalpolitiker, Heimatforscher und Sportfreunde. Nur als Wimpernschlag in der Önsbacher Ortsgeschichte habe Gerhard Bär bei seiner Verabschiedung seine kommunalpolitische Arbeit in der Heimat beschrieben, jetzt habe er einige solcher Wimpernschläge zu einem interessanten Buch zusammengefasst, sagte Rösch.
70 Jahre in 19 Kapiteln
»Gerhard Bär hat an vielen Orten Spuren hinterlassen«, griff Finanzminister Willi Stächele den Titel des Buches auf. In 19 Kapiteln beschreibe es mehr als 70 Jahre eines bewegten Lebens. Es fänden sich liebevolle Details über Orte und Personen, die ganze Bandbreite der Emotionen über die Geschichte der Region.
Hineingeboren in den Zweiten Weltkrieg werden dessen Folgen, aber auch versöhnliche Momente deutlich. Die Tätigkeit bei der Post brachte Bär auch zum Geher-Sport und letztlich zu zahlreichen internationalen Erfolgen. Der Autobiograf schildert, wie er beinahe Gerichsvollzieher geworden wäre, dann aber als Gemeinderechner in Önsbach arbeitete.
Humorvoll wird geschildert, wie er wegen einer weinseligen Idee für das Bürgermeisteramt in Seebach kandidierte und prompt gewählt wurde
Weitere Kapitel des reich bebilderten Buches gelten der Entwicklung des Mummelseedorfes, dem Rückzug ins Heimatdorf Önsbach und dem aktiven Ruhestand. »Das Buch enthält eine Lebensphilosophie, die ich gerade jüngeren Lesern empfehlen kann: nie stehen bleiben, stets weitergehen«, fasste Stächele zusammen.
Aus Schrot und Korn
Humorvoll und in gereimter Form ging Augustin Hodapp auf die Memoiren seines Freundes ein, von ihm stammt auch das Vorwort. Er bezeichnete den Autor als Mann aus echtem Schrot und Korn, der sich in hohem Maße um das Gemeinwohl verdient gemacht habe. Seiner Biografie sei auch eine Ergänzung zum Önsbacher Dorfbuch. Anerkennung für das wertvolle Werk sprach auch OB Klaus Muttach aus, der auch an die gemeinsame Arbeit im Kreistag erinnerte.
»Memoiren eines mittelmäßigen Beamten« wollte Gerhard Bär sein Buch ursprünglich nennen, verriet er augenzwinkernd, bevor er die Besucher mit einigen Leseproben von dem Humor und der Lebendigkeit seiner Autobiografie überzeugen konnte.
Das Buch gibt es in der Ortsverwaltung und bei Veranstaltungen im »Haus Hund«.
Autobiograf Gerhard Bär, Finanzminister Willi Stächele, OB Klaus Muttach, Ortsvorsteherin Christine Rösch und Augustin Hodapp, der das Vorwort schrieb (von links)
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